Ein Zepter ist kein Zauberstab | The Times - Großbritannien

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28. April 2026Der britische König Charles III. und Königin Camilla sind zu einem viertägigen Staatsbesuch in den USA eingetroffen. US-Präsident Donald Trump und seine Frau Melania empfingen das Königspaar am Montag im Weißen Haus. Am heutigen Dienstag wird Charles vor dem US-Kongress sprechen. Kommentatoren beschäftigt die Frage, ob der König die zuletzt stark angespannten Beziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und den USA retten kann.Alle Zitate öffnen/schließen Les Echos (FR) / 28. April 2026Les EchosLand des MediumsFrankreichSprache des MediumsFranzösischArt des MediumsTageszeitungErscheinungsweisetäglichVerbreitungsgebietlandesweitPolitische AusrichtungliberalAuflage140.000 (2022)Visits10.000.000 – 20.000.000Herausgeber/VerlagLes Echos SASOnline-BezahlmodellInhalte teilweise kostenpflichtigEine notwendige VisiteWenn die klassische Politik versagt, muss der König einspringen, um die Beziehungen zu stabilisieren, analysiert Les Echos:„250 Jahre nachdem George Washington die Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten ausgerufen hat – der offizielle Anlass dieses Besuchs –, ist Charles nun auf inoffizieller Mission, um die 'besondere Beziehung' zwischen den beiden Ländern zu retten. Es ist dringend, denn Donald Trump ist wütend über die mangelnde Unterstützung für seinen Krieg gegen den Iran und droht dem Vereinigten Königreich mit wirtschaftlichen Sanktionen und diplomatischen Maßnahmen. … Die britische Öffentlichkeit missbilligt, dass Charles in diese heikle Lage geschickt wird, doch Premierminister Keir Starmer hat das Kunststück vollbracht, in Washington noch unbeliebter zu sein als in London. Charles hingegen wird zumindest gut empfangen werden.“Derek Perrotte  Zum Originalartikel The Times (GB) / 27. April 2026The TimesLand des MediumsGroßbritannienSprache des MediumsEnglischArt des MediumsTageszeitungErscheinungsweiseMontag bis SamstagVerbreitungsgebietlandesweitPolitische AusrichtungkonservativAuflage360.000 (2020)Visits30.000.000 – 40.000.000Herausgeber/VerlagNews Corp UK & Ireland Ltd (Rupert Murdoch)Online-BezahlmodellAlle Inhalte kostenpflichtigEin Zepter ist kein ZauberstabDass der Besuch die Wogen zumindest etwas glätten kann, hofft The Times:„Dazu muss Charles III. entschlossener, besonnener und weniger unterwürfig auftreten, als es im letzten Jahr unter der Führung von Sir Keir Starmer der Fall war. ... Der König hat ein Zepter, aber keinen Zauberstab. Er kann die aufgestauten Differenzen zwischen Starmer und Trump – in Bezug auf die Ukraine, die Nato, Grönland und die Chagos-Inseln –, die zu wechselseitiger Enttäuschung geführt haben, nicht einfach wegzaubern. Doch als Großbritanniens erfahrenster zeremonieller Diplomat kann Seine Majestät den Ton der Gespräche verändern.“  Zum Originalartikel La Stampa (IT) / 28. April 2026La StampaLand des MediumsItalienSprache des MediumsItalienischArt des MediumsTageszeitungErscheinungsweisetäglichVerbreitungsgebietlandesweitPolitische AusrichtungliberalAuflage110.000(2023)Herausgeber/VerlagGruppo Editoriale L’Espresso SpAOnline-BezahlmodellInhalte teilweise kostenpflichtigDer diskrete Charme der MonarchieKönig Charles hat eine komplizierte Aufgabe vor sich, merkt La Stampa an:„Es steht extrem viel auf dem Spiel, nicht nur für die transatlantischen Beziehungen, einschließlich Europas, sondern auch für König Charles persönlich: Ein diplomatisches Desaster oder auch nur ein Ausrutscher wäre das Ende seines Vermächtnisses als Monarch. Gelingt es ihm jedoch, Trump zu zähmen und ihn der britischen Regierung gegenüber freundlicher zu stimmen, würde er sein Ansehen im In- und Ausland deutlich steigern. Wie viele seiner Vorgänger drückt auch Starmer die Daumen und hofft auf den diskreten Charme und die symbolische Kraft der britischen Monarchie.“Marco Varvello  Zum Originalartikel The Guardian (GB) / 27. April 2026The GuardianLand des MediumsGroßbritannienSprache des MediumsEnglischArt des MediumsTageszeitungErscheinungsweiseMontag bis SamstagVerbreitungsgebietlandesweitPolitische AusrichtunglinksliberalAuflage127.000 (2020)Visits> 200.000.000Herausgeber/VerlagGuardian Media GroupOnline-BezahlmodellAlle Inhalte kostenfreiDann muss auch mal Schluss seinNach diesem Besuch sollte London seine Bemühungen aufgeben, die verdorbenen bilateralen Beziehungen zu kitten, rät The Guardian:„Für Donald Trump, dessen Narzissmus ihn für viele Wahrheiten blind macht, wird der Besuch des Königs – der erste Staatsbesuch dieser Art seit 2007 – zwangsläufig als persönliche Ehrung erscheinen. ... Angesichts des verheerenden Chaos, das er in seiner zweiten Amtszeit angerichtet hat, und der Respektlosigkeit, die er gegenüber der gewählten Regierung Großbritanniens, dessen Streitkräften und multikulturellen Realität gezeigt hat, stößt das bitter auf. ... Sobald der König wieder im Buckingham-Palast ist, sollte man einen Schleier über die gescheiterte Charmeoffensive der Regierung gegenüber einem ruchlosen Staatsoberhaupt legen.“  Zum Originalartikel