Signifikanter Anstieg bei jugendlichen Häftlingen

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28.04.2026 10.08Online seit heute, 10.08 UhrHeute hat die Volksanwaltschaft im Rahmen einer Pressekonferenz in Wien ihren Parlamentsbericht 2025 präsentiert. Dabei machte die für den Strafvollzug zuständige Volksanwältin Gabriela Schwarz (ÖVP) auf einen signifikanten Zuwachs bei den jugendlichen Häftlingen aufmerksam. „2024 gab es 125 Jugendliche in Haft. Ende 2025 waren es 182. Das bedeutet einen Anstieg von rund 46 Prozent in nicht einmal einem Jahr“, sagte Schwarz.Aufgrund der Überbelegung würden Jugendliche häufig gemeinsam mit Erwachsenen angehalten. Für die Betroffenen gab es auch keine Ergotherapie, keine Sozialpädagogik und keine kinder- und jugendpsychiatrische Versorgung.Situation im Strafvollzug grundsätzlich verschärftZusätzlich zum Platzmangel sei auch Personalnot ein Problem. „Zu wenig Justizwachepersonal bedeutet wenig Beschäftigungsmöglichkeiten und hohe Einschlusszeiten für die jugendlichen Insassen“, hielt Schwarz fest.Grundsätzlich habe sich die Situation in heimischen Justizanstalten weiter verschärft, betonte die Volksanwältin: „2025 haben wir 23 Sprechtage in Justizanstalten abgehalten und 1.145 Beschwerden von Inhaftierten wie auch Personal erhalten. Das ist eine Steigerung um 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.“„Alarmierend“Ein Höchststand wurde im Vorjahr bei den Suizidzahlen in Haft verzeichnet. Bis Jahresende wurden der Volksanwaltschaft 59 versuchte und acht vollendete Suizide von Inhaftierten gemeldet. „Diese Zahl ist alarmierend“, zeigte sich Schwarz betroffen.