OpenAI arbeitet offenbar an einem eigenen Smartphone, das sich stärker an den Aufgaben der Nutzer orientieren soll als an einzelnen Anwendungen. Hinweise darauf liefert der gut vernetzte Analyst Ming-Chi Kuo, der von konkreten Gesprächen mit Zulieferern berichtet.Arbeiten an „Nachfolger des iPhones“: Jony Ive und der OpenAI-Chef Sam AltmanDemnach kooperiert OpenAI mit MediaTek und Qualcomm bei der Entwicklung spezieller Prozessoren. Die Fertigung und Systemintegration soll der Auftragshersteller Luxshare übernehmen. Eine Serienproduktion wird aktuell erst für das Jahr 2028 erwartet.Die Pläne knüpfen an frühere Berichte an, nach denen OpenAI gemeinsam mit Designer Jony Ive an neuen Gerätekategorien arbeitet. Während bislang vor allem von eigenständigen KI-Geräten ohne klassischen Bildschirm die Rede war, würde ein Smartphone eine deutlich breitere Zielgruppe adressieren.Abkehr vom App-PrinzipIm Zentrum der Überlegungen steht eine grundlegende Veränderung der Bedienlogik. Statt einzelner Apps soll ein sogenannter KI-Agent Aufgaben direkt im Hintergrund erledigen. Nutzer formulieren ihr Anliegen, das System kümmert sich eigenständig um die Umsetzung. Diese Idee setzt voraus, dass Hard- und Software eng aufeinander abgestimmt sind.Ein Smartphone bietet dafür laut Kuo die nötige Datengrundlage. Es begleitet den Nutzer durchgehend und kann Informationen zu Ort, Zeit und Nutzungskontext erfassen. Diese Daten dienen als Grundlage für Entscheidungen der KI. Ein Teil der Verarbeitung soll direkt auf dem Gerät stattfinden, etwa einfache Modelle zur schnellen Reaktion. Aufwendigere Berechnungen werden in Rechenzentren ausgelagert.Smartphone mit ChatGPT-AboFür OpenAI hätte ein eigenes Smartphone zudem strategische Vorteile. Das Unternehmen könnte die gesamte Plattform kontrollieren und seine KI-Dienste direkt integrieren. Denkbar ist auch eine Kombination aus Hardwareverkauf und kostenpflichtigen Abonnements, die den Zugriff auf erweiterte Funktionen ermöglichen.Die technische Umsetzung gilt jedoch als anspruchsvoll. Prozessoren müssen energieeffizient arbeiten und gleichzeitig kontinuierlich Kontextdaten verarbeiten. Zudem müssen Speicher und Rechenleistung so organisiert werden, dass lokale und cloudbasierte KI reibungslos zusammenarbeiten.Die Entwicklung eines eigenen Smartphones würde OpenAI stärker in direkte Konkurrenz zu Apple bringen. Derzeit arbeitet noch partnerschaftlich zusammen, ChatGPT ist bekanntlich direkt in Apples Sprachassistenz Siri eingebunden. Gleichzeitig zeigt sich, dass das Unternehmen seine bisherigen Hardwarepläne offenbar deutlich erweitert hat.The post Agent statt App: OpenAI plant offenbar doch eigenes Smartphone first appeared on ifun.de.