Phishing-Attacken: Signal verspricht zusätzlichen Schutz

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28.04.2026 06.50Online seit heute, 6.50 UhrDie verschlüsselte Chat-App Signal will nach Phishing-Attacken gegen Politiker, Militärs und Journalisten in Deutschland zusätzliche Maßnahmen ergreifen. Zunächst ohne weitere Details hieß es, dass Änderungen „in den kommenden Wochen“ eingeführt werden sollen.Signal betonte zugleich, dass Verschlüsselung und Software der App nicht gehackt worden seien. Vielmehr hätten Angreifer Nutzer und Nutzerinnen ausgetrickst, indem sie sich als „Signal Support“ ausgegeben und durch diesen Betrug Login-Daten ergattert hätten.Solchen Attacken, bei denen Angreifer Nutzer verleiteten, sie durch die „Vordertür“ reinzulassen, sei jede größere Chat-App ausgesetzt.Aus Kreisen der deutschen Regierung hieß es zuvor, dass die Phishing-Kampagne mutmaßlich aus Russland gesteuert wurde. Im Präsidium des Bundestags wird überlegt, künftig auf den Messengerdienst Wire zu setzen. Die Regierung der Niederlande, wo entsprechende Angriffe ebenfalls festgestellt worden waren, hatte bereits erklärt, sie sehe Russland hinter der Kampagne.Von Signal hieß es, da man grundsätzlich keine Nutzerdaten speichere, sei man auf die Informationen der betroffenen Nutzer über die Attacke angewiesen. Das Unternehmen betonte, dass Support-Mitarbeiter der App niemals nach Verifikationscodes und PIN fragen würden.