Wiederaufbau: „Großes Potenzial“ für heimische Wirtschaft

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03.03.2026 13.36Online seit heute, 13.36 UhrDie Pläne für den Wiederaufbau der von Russland angegriffenen Ukraine schreiten ungeachtet der anhaltenden Kampfhandlungen voran. Dabei erhoffen sich auch Staaten wie Österreich lukrative Geschäfte. Schätzungen zufolge werden für den Wiederaufbau rund 600 Milliarden Dollar (etwa 520 Mrd. Euro) benötigt.Eine Wirtschaftsdelegation hat sich heute auf den Weg nach Kiew gemacht. „Das Potenzial für die heimische Wirtschaft ist groß“, sagte Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP).Ziel der Reise ist die Vernetzung heimischer Firmen mit Politik, Verwaltung und Unternehmen. Laut dem zuständigen Regierungskoordinator für den Ukraine-Wiederaufbau in Österreich, Ex-Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber, geht es jetzt an Projektgeschäfte.Vor dem Krieg war Österreich der sechstgrößte ausländische Investor in der Ukraine, auf dieser Reputation wolle man aufbauen, so Anzengruber. Bei den Branchen setzt Österreich auf Transport, (Energie-)Infrastruktur, Wohnbau, Landwirtschaft und Gesundheitsbereich.Auch auf geschichtliche Verbindungen wurde verwiesen. So liegt der Fokus der heimischen Aktivitäten neben der Hauptstadtregion auf dem westukrainischen Lwiw (Lemberg). Dass Österreich als neutraler Staat im Gegensatz zu Ländern wie Dänemark und Schweden keine Waffen an die Ukraine liefert, sei „kein entscheidender Nachteil“, sagte Anzengruber.