03.03.2026 10.37Online seit heute, 10.37 UhrEiner EU-Richtlinie zufolge müssen Hersteller für das Recycling ihrer Textilien zahlen. Eine entsprechende Regelung soll bis Juni 2027 in Österreich beschlossen werden. Allerdings gebe es zahlreiche wirtschaftliche, technische und gesetzliche Hürden, warnte gestern die Altstoff Recycling Austria AG (ARA). „Man muss sich das gut überlegen, weil man in Europa sonst einen Markt mit hohen Kosten hat“, sagte Thomas Eck, ARA-Kovorstand.Pro Jahr fallen in Österreich rund 213.000 Tonnen Textilabfälle an. Davon werden laut ARA 24 Prozent wiederverwertet, der Großteil davon wird ins Ausland verkauft. Die restlichen 76 Prozent landen im Müll oder werden thermisch verwertet, sprich zur Energiegewinnung verbrannt.Neu ist unter anderem, dass Hersteller – auch aus Drittstaaten – finanzielle Verantwortung für das Sammeln, Sortieren und Recyceln ihrer Produkte übernehmen sollen. Da müssten auch Nicht-EU-Produzenten inkludiert werden, forderte Eck.Laut ARA ist das Sammeln kein Problem, sondern vielmehr die technische Verarbeitung und die Wiederverwertung. Es fehle momentan an Abnehmern. Denn recycelte Produkte seien teurer als neue. Das sei ein Nachteil für den Standort Europa, vor allem wenn die Konkurrenz von Secondhandshops Temu und Shein heißt.