02.03.2026 14.36Online seit heute, 14.36 UhrIm Südsudan sind bei Angriffen auf mehrere Dörfer nach Angaben lokaler Beamter mindestens 169 Menschen getötet worden.Unbekannte bewaffnete Gruppen seien gestern in Ortschaften im Verwaltungsbezirk Ruweng, der im Norden des Landes an den Sudan grenzt, eingefallen, sagte James Monyluak Mijok, der Informationsminister der Region, der dpa. Unter den Todesopfern befänden sich Kinder, Frauen und ältere Menschen sowie Sicherheitskräfte.Soldaten in Gebiet entsandtNyakenya Johannes Keah Ruai, die Informationsministerin des Bundesstaates Unity, in dem Ruweng liegt, sagte einem lokalen Radiosender, die Regierung habe Soldaten in das Gebiet geschickt, um die Lage zu entschärfen. Zudem seien Untersuchungen eingeleitet worden, um die Identität der Täter sowie die Ursache der Angriffe zu ermitteln.UNO: „Eskalierende Gewalt alarmierend“Auch die UNO-Friedensmission im Südsudan (UNMISS) berichtete von Dutzenden Toten und bezeichnete die „eskalierende Gewalt“ in der Region als „alarmierend“. Mehr als 1.000 Zivilisten seien seit gestern auf eine UNMISS-Basis in der Region geflüchtet. Zahlreiche Verletzte erhielten dort medizinische Notfallversorgung.Das seit 2011 unabhängige ostafrikanische Land mit rund zwölf Millionen Einwohnern gilt seit mehreren Monaten als politisch unstabil.