14.04.2026 20.31Online seit heute, 20.31 UhrDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat negative Auswirkungen des Iran-Kriegs für die Friedensbemühungen und die Waffenlieferungen für sein Land beklagt.Selenskyj sagte heute in einem ZDF-Interview mit Moderatorin Maybrit Illner mit Blick auf die beiden US-Unterhändler Jared Kushner und Steve Witkoff: „Sie sind ständig in Kontakt mit dem Iran und haben keine Zeit für die Ukraine.“Selenskyj beklagt Defizit bei WaffenSelenskyj klagte zudem über Engpässe beim Patriot-Luftabwehrsystem. „Wenn der Krieg länger dauert, wird es weniger Waffen für die Ukraine geben“, sagte Selenskyj in dem ZDF-Interview und ergänzte mit Blick auf das wichtige Patriot-System: „Wir haben so ein Defizit gerade, schlimmer geht es nicht mehr.“Selenskyj bot zugleich die Hilfe seines Landes in der Straße von Hormus an. „Die Straße von Hormus ist gesperrt, und die wollen wir entsperren, durch die Sperrung des Schwarzen Meers haben wir schon Erfahrungen“, sagte Selenskyj und fügte hinzu: „Amerika hat uns noch nicht gefragt.“Besuch in BerlinPositiv äußerte sich Selenskyj über Deutschland. „Der größte strategische Partner in Europa ist ganz sicher Deutschland“, sagte Selenskyj. Deutschland helfe seinem Land heute mehr als die USA.Selenskyj hatte sich zuvor mit dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz in Berlin getroffen. Anlass des Treffens waren die ersten deutsch-ukrainischen Regierungskonsultationen seit mehr als 20 Jahren. Vereinbart wurden dabei unter anderem eine strategische Partnerschaft zwischen beiden Ländern, Zusammenarbeit bei Drohnen und Luftverteidigung sowie Hilfen für die ukrainische Industrie.