15.04.2026 06.48Online seit heute, 6.48 UhrIm parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu den Ermittlungen in der Causa um den verstorbenen Ex-Justizsektionschef Christian Pilnacek wird heute Ex-Lobbyist Peter Hochegger zu seiner Rolle befragt – schließlich zählt er zu jenen Personen, die sich im persönlichen Umfeld Pilnaceks bewegt haben.In dieses Umfeld gelangte Hochegger über jenen mittlerweile verstorbenen deutschen Unternehmer, der von Bekannten als Pilnaceks „väterlicher Freund“ bezeichnet wurde. Konkret war Hochegger in jener Runde zugegen, die sich 50 Tage nach Pilnaceks Tod im Büro des Journalisten Michael Nikbakhsh versammelte.Fokus auf Pläne für HauskaufDarunter war die Pilnacek-Vertraute Karin Wurm sowie deren Mitbewohnerin Anna P. in Rossatz – P. war damals Mitarbeiterin von Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP). Hocheggers Erscheinen wurde von Nikbakhsh als „überraschend“ beschrieben, zum Treffen soll er vom deutschen Unternehmer entsandt worden sein.Der Unternehmer soll eine zentrale Rolle in der Causa Hauskauf gespielt haben. Der Plan Pilnaceks war es, eine Liegenschaft im Nebenort von Rossatz zu kaufen – der Unternehmer soll Pilnacek dafür eine Zwischenfinanzierung in Aussicht gestellt haben. Der Ausschuss erwartet sich von Hochegger Antworten zu den bis dato wenig bekannten Vorgängen.Rolle in Laptop-CausaAbgesehen davon wusste Hochegger wohl auch rasch von dem Unternehmer, dass sich der persönliche Laptop Pilnaceks in den Händen des Umfelds befand und nicht Teil der Verlassenschaft wurde. Hier dürften die Abgeordneten ansetzen, um eine mögliche Rolle Hocheggers in der Laptop-Causa herauszuarbeiten.Das Gerät legte nach dem Ableben Pilnaceks einen bemerkenswerten Weg zurück, von Anna P. über den Unternehmer Christian Mattura über den Journalisten Erich Vogl, bevor er letztlich über den Antikorruptionsexperten Martin Kreutner zur Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) gelangte.Cybercrime-Beamter geladenNach Hochegger wird mit der Befragung eines Cybercrime-Beamten des Bundeskriminalamts ein anderer privater Datenträger Pilnaceks im Fokus stehen. Es wird um jene Smartwatch gehen, die er in der Todesnacht trug. Der geladene Beamte war mit der Auswertung des Geräts betraut. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.