Schlepper bei gestrandetem Wal eingetroffen

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19.04.2026 16.49Online seit heute, 16.49 UhrNach tagelangen Vorbereitungen ist die Rettung des in der Ostsee gestrandeten Buckelwals in die entscheidende Phase getreten. Im Hafen von Wismar traf heute der Schlepper „Robin Hood“ ein, der das Tier in die Nordsee bringen soll.Von einer schwimmenden Plattform aus bereiteten Helfende die aufwendige Bergung vor. Auf Livestreams im Internet war zu sehen, wie mit Hilfe eines Baggers auf der schwimmenden Plattform offenbar weiter Sand unter dem Tier abgepumpt wurde.NDR-Reporter berichteten, zwei Taucher hätten vor dem Wal Plane und Netz ausgerichtet, die Teil der Transportkonstruktion sind. „Es wird jetzt im Übrigen auch noch geprüft, ob wir ihm einen GPS-Sender verabreichen, wenn ich das mal so sagen darf, also aufkleben“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus am Sonntag.Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus zufolge geht es dem Tier den Umständen entsprechend „einigermaßen“ gut. „Er lebt, er atmet“, sagte der SPD-Politiker. Der Wal sei unter der Kontrolle von fünf Tierärzten, von dreien der privaten Rettungsinitiative und zweien der staatlichen Veterinärverwaltung. „Er signalisiert, er vokalisiert und er zeigt auch Aktionen.“Die Rettungsinitiative will das seit Wochen in der Ostsee umherirrende Tier mit einem System aus Luftkissen und Schwimmpontons anheben und bis in die Nordsee oder den offenen Atlantik schleppen. Mediamarkt-Mitgründer Walter Gunz, der mit der Unternehmerin Karin Walter-Mommert hinter der Aktion steht, äußerte sich hoffnungsvoll.