19.04.2026 18.16Online seit heute, 18.16 UhrIn der äthiopischen Hauptstadt ist im Yimtubezina Museum eine Ausstellung zum Maria-Theresien-Taler eröffnet worden. Die Münze wurde erstmals 1741 geprägt. Weil das Gewicht der Münze stabil war und eine Randbeschriftung die Fälschung erschwerte, wurde sie für rund 200 Jahre im Mittleren Osten sowie in Asien und Afrika als Zahlungsmittel genutzt.IMAGO/GFC CollectionBriten spotteten über „Fat Lady“Ab 1780 zeigte die Zwei-Gulden-Silbermünze ein Altersbildnis der Herrscherin mit Witwenhaube und leichtem Doppelkinn. Von den Briten wurde ihr deshalb der Spitzname „Fat Lady“ verpasst.In Äthiopien mutierte der Maria-Theresien-Taler ab dem späten 18. Jahrhundert zur faktischen Landeswährung. Nach dem Zweiten Weltkrieg verbot der äthiopische Kaiser Haile Selassie, der von 1930 bis 1974 regierte, den Handel mit der Münze.Zahlungsmittel bis in 1950er JahreViele Taler wurden eingeschmolzen. Zeitzeugen zufolge wurde damit aber bis in die 1950er Jahre gezahlt. Dann setzte sich die an sich schon 1894 eingeführte äthiopische Währung Birr durch. „Birr“ bedeutet Silber.Insgesamt sollen im Lauf der Geschichte rund 400 Millionen Stück im Umlauf gewesen sein. Bei Sammlerinnen und Sammlern ist das Geldstück immer noch beliebt. Die besten vier Texte über persönliche Assoziationen zum Taler wurden gestern gewürdigt.Meinl-Reisinger zu BesuchAußenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) wird morgen in Addis Abeba erwartet. In der äthiopischen Hauptstadt nimmt sie am „EU – Ethiopia Business Forum“ teil, wo sie auch den EU-Kommissar für internationale Partnerschaften, Jozef Sikela, treffen wird. Zudem ist unter anderem ein Gespräch mit ihrem Amtskollegen Gedion Timothewos geplant.Im Mittelpunkt stehen die bilaterale Kooperation in den Bereichen Wirtschaft, Sicherheit, Migration und Entwicklungszusammenarbeit, aber auch regionale und globale Themen wie die Auswirkungen aktueller Krisen auf die Ernährungssicherheit. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.