19.04.2026 19.54Online seit heute, 19.54 UhrBlue Origin, das Raumfahrtunternehmen von US-Milliardär Jeff Bezos, hat erstmals den Antrieb seiner New-Glenn-Rakete wiederverwendet. Der Antrieb der Rakete sei heute wiederverwendet und danach erneut geborgen worden, teilte Blue Origin mit. Die aus Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida gestartete Rakete brachte demnach einen Kommunikationssatelliten für das Unternehmen AST SpaceMobile ins All.Nachdem sich die erste Stufe mit dem Satelliten von der zweiten Stufe der Rakete getrennt habe, sei der Raketenantrieb wie geplant auf einer im Atlantik treibenden Plattform gelandet, erklärte Blue Origin. Bei den zwei bisherigen Starts der New-Glenn-Rakete musste jeweils ein neuer Antrieb verwendet werden. Dank der Wiederverwendung des Antriebs könnte Blue Origin die Zahl der Raketenstarts erhöhen.Ein erster Versuch, den Raketenantrieb nach Benutzung zu bergen, war im Jänner vergangenen Jahres gescheitert. Im November gelang das Manöver und mit dem nun erfolgtem Start klappte nun erstmal auch die Wiederverwendung. Bei der Mission lief dnn aber nicht alles nach Plan: Der von der Rakete ins All beförderte Satellit gelangte nicht in die richtige Umlaufbahn.Die 98 Meter lange New-Glenn-Rakete spielt eine zentrale Rolle bei Bezos’ Raumfahrtambitionen. Mit dem Raumfahrtunternehmen SpaceX von US-Milliardär Elon Musk, das bereits seit Jahren Raketenantriebe wiederverwendet, konkurriert Blue Origin als Dienstleister für die NASA bei ihrem Mondfahrtprogramm Artemis. Beide Firmen arbeiten für die US-Raumfahrtbehörde an einem Mondlandefahrzeug.