17.04.2026 06.53Online seit heute, 6.53 UhrUnter starkem wirtschaftlichem Druck durch die Blockade der Straße von Hormus beraten die westlichen Partner ohne USA heute in Paris über eine mögliche Militärmission nach dem Iran-Krieg. Das Ziel der von Frankreich und Großbritannien initiierten Konferenz ist die Erarbeitung eines „multinationalen Plans“ zur Sicherung der Meerenge – der aber nur unter bestimmten Voraussetzungen ausgeführt werden könnte.Für die deutsche Regierung ist eine Waffenruhe in der Region die wichtigste Bedingung. Ein Einsatz während laufender Kampfhandlungen ist für Deutschland ausgeschlossen. Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer betonten, dass es um die Zeit nach dem Konflikt gehe.Vor Ort in Paris wird zudem Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni erwartet, per Video zugeschaltet werden sollen 40 weitere Partner auch aus Asien, Afrika und Lateinamerika.„Die bedingungslose und sofortige Wiederöffnung der Meerenge ist eine globale Verantwortung, und wir müssen handeln, um den weltweiten Energie- und Handelsfluss wieder frei in Gang zu bringen“, sagte Starmer. „Die internationale Mission wird ausschließlich defensiver Natur sein.“Die Kriegsparteien USA, Israel und Iran sitzen in der französischen Hauptstadt nicht am Tisch. Im Grundsatz erinnert die Konferenz an die Beratungen der „Koalition der Willigen“, die für den Ukraine-Krieg an Plänen für die Zeit nach den Kampfhandlungen arbeitet. US-Präsident Donald Trump hatte im Iran-Krieg zuletzt eine zweite Verhandlungsrunde mit Teheran in Aussicht gestellt. Ob und wann es dazu kommt, ist offen.