Israel meldet Zwischenfälle im Libanon trotz Waffenruhe

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18.04.2026 20.25Online seit heute, 20.25 UhrIsraels Armee hat eigenen Angaben zufolge seit Beginn der Waffenruhe mit dem Libanon mehrfach mutmaßliche Hisbollah-Mitglieder angegriffen, die sich im Süden des Nachbarlandes israelischen Soldaten genähert haben sollen. Sie hätten gegen die Waffenruhe-Vereinbarung verstoßen und eine unmittelbare Bedrohung für die Soldaten dargestellt, teilte das Militär heute mit.Israel sei im Rahmen der Waffenruhe-Vereinbarung dazu berechtigt, sich zu verteidigen. „Um die Bedrohung zu beseitigen, führte die israelische Luftwaffe gemeinsam mit Bodentruppen präzise Angriffe auf die Terroristen durch.“ Auch Artilleriefeuer sei eingesetzt worden.Als Reaktion auf die Bedrohungen habe das Militär im Südlibanon auch Anlagen ins Visier genommen, die von der Hisbollah für Angriffe genutzt worden seien. Der arabische Sender Al Jazeera sowie der Hisbollah-Sender Al-Manar meldeten israelischen Artilleriebeschuss auf mehrere Orte im Südlibanon. Berichte über Opfer gab es im Laufe des Tages zunächst nicht. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.Israelische Soldaten sind weiterhin im Südlibanon stationiert. Offiziell spricht das Land von einer sogenannten „Sicherheitszone“, um Nordisrael vor Angriffen der Hisbollah zu schützen.Im Libanon kehren indes durch Kämpfe vertriebene Anrainer im Zuge der aktuell geltenden Waffenruhe weiter in ihre Häuser zurück. Unter anderem im besonders stark zerstörten Süden würden Familien zurückkehren, berichtete der Fernsehsender LBC. Armee und Rettungskräfte versuchten dort, Straßen von Trümmern zu befreien.