Druschba-Pipeline: Lösung zeichnet sich ab

Wait 5 sec.

20.04.2026 18.17Online seit heute, 18.17 UhrDie Wiederaufnahme des Betriebs der Druschba-Pipeline für russische Öllieferungen nach Ungarn und in die Slowakei steht offensichtlich kurz bevor. EU-Erweiterungskommissarin Marta Kos sagte heute, es könnte bereits diese Woche so weit sein. Kurz darauf kündigte die zyprische EU-Ratspräsidentschaft für diesen Mittwoch den letzten Beschluss des 90-Milliarden-Euro-Darlehens für die Ukraine an. Das Paket war von Ungarn wegen des Druschba-Konflikts blockiert worden.Ungarns scheidender Regierungschef Viktor Orban hatte der Ukraine dabei vorgeworfen, eine Wiederaufnahme russischer Öllieferungen über die Druschba-Pipeline aus politischen Gründen zu blockieren. Diese führt von Russland über Belarus und die Ukraine nach Ungarn und in die Slowakei. Die Regierung in Kiew wies die Vorwürfe zurück und betonte, die Pipeline müsse nach russischen Luftangriffen im Jänner repariert werden.Zuletzt hatte Orban mitgeteilt, er habe über Brüssel eine Andeutung aus der Ukraine erhalten, dass diese bereit sei, die Öllieferungen sofort wieder aufzunehmen, wenn Ungarn seine Blockade des EU-Darlehens aufhebe. Er schrieb dazu: „Sobald die Öllieferungen wiederaufgenommen sind, werden wir der Genehmigung des Darlehens nicht mehr im Wege stehen.“Das Geld soll den dringendsten Finanzbedarf der Ukraine decken. Die Mittel sollen über gemeinsame EU-Anleihen am Kapitalmarkt finanziert und durch Spielräume im langfristigen EU-Haushalt abgesichert werden. In diesem Jahr sollen 45 Milliarden Euro fließen, im kommenden Jahr noch einmal bis zu 45 Milliarden Euro.