Mandelson-Affäre: Starmer weiter in Bedrängnis

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20.04.2026 18.09Online seit heute, 18.09 UhrEnthüllungen um die Berufung des Epstein-Freundes Peter Mandelson zum Botschafter in den USA bringen den britischen Premier Keir Starmer weiter in Bedrängnis. Mehrere Oppositionspolitiker legten dem Regierungschef heute erneut einen Rücktritt nahe.Starmer entschuldigte sich in einer Sondersitzung des Unterhauses bei den Opfern des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein und rechtfertigte seinen Umgang mit der Affäre. „Ich hätte Peter Mandelson nicht ernennen sollen. Ich übernehme die Verantwortung für diese Entscheidung“, sagte der Labour-Politiker.„Absolut unverzeihlich“Starmer versicherte, ihm sei nicht mitgeteilt worden, dass Mandelson durch die obligatorische Sicherheitsprüfung gefallen war. Es habe sich nicht um Versäumnisse seinerseits gehandelt, sondern um eine mehrfache „bewusste Entscheidung“ der zuständigen Beamten, beteuerte er. Hintergrund seien Datenschutzgründe gewesen.Das sei „absolut unverzeihlich“, sagte der Regierungschef und kündigte eine Reform der einschlägigen Regelungen an. Hätte er von dem Ergebnis der Sicherheitsüberprüfung gewusst, hätte er Mandelson nicht zum Botschafter gemacht, so Starmer.Laufende Ermittlungen gegen MandelsonDie Affäre um Ex-Botschafter Mandelson setzt Starmer seit Monaten zu. Neue Veröffentlichungen von Dokumenten aus dem Missbrauchsskandal um Epstein hatten gezeigt, dass Mandelson weitaus enger mit dem verstorbenen US-Multimillionär verbandelt war als zunächst bekannt. Der britische Premier musste bereits vor Wochen zwischenzeitlich um sein Amt fürchten.Gegen den im vergangenen Jahr abberufenen Ex-Botschafter ermittelt indes die Polizei. Mandelson war zuletzt wegen des Verdachts auf Fehlverhalten im öffentlichen Amt vorübergehend festgenommen worden.