Starmer wegen Mandelson erneut unter Druck

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17.04.2026 11.40Online seit heute, 11.40 UhrGroßbritanniens Premier Keir Starmer ist wegen der Berufung des Epstein-Freundes Peter Mandelson zum Botschafter in den USA heute erneut in Bedrängnis geraten. Nur wenige Wochen vor wichtigen Regional- und Kommunalwahlen in Großbritannien forderten führende Politiker seinen Rücktritt.Gestern war herausgekommen, dass der Politikveteran Mandelson den Posten erhalten hatte, obwohl er durch die Sicherheitsüberprüfung gefallen war. Einen entsprechenden Bericht des „Guardian“ bestätigte ein Regierungssprecher der Nachrichtenagentur PA zufolge. Laut den Angaben wurde die Empfehlung der Sicherheitsbehörden vom Außenministerium überstimmt.Spitzenbeamter musste gehenDie unmittelbare Verantwortung musste der höchste Beamte im britischen Außenamt, Olly Robbins, übernehmen. Starmer und Außenministerin Yvette Cooper hätten das Vertrauen in den Spitzenbeamten verloren, meldete PA in der Nacht auf heute.Kabinettsmitglied Darren Jones wies die Rücktrittsforderungen an Starmer zurück. Der Premier habe von der Entscheidung nichts gewusst und daher auch nicht das Parlament in die Irre geleitet, als er versicherte, die Ernennung Mandelsons sei ordnungsgemäß vollzogen worden, sagte Jones dem Radiosender LBC. Irreführung des Parlaments gilt in Großbritannien als klarer Rücktrittsgrund. Starmer sei wütend auf die Beamten im Außenministerium, so Jones weiter.Opposition fordert RücktrittOppositionschefin Kemi Badenoch von den Konservativen sagte der BBC über Starmer: „Er hat gelogen, und es ist Zeit für den Rücktritt.“ Auch der rechtspopulistische Politiker Nigel Farage, dessen Reform-UK-Partei in Umfragen vor den Sozialdemokraten von Starmers Labour-Partei und den Konservativen liegt, forderte den Regierungschef zum Rückzug auf.Mandelson war eng mit dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein verbandelt. Zudem steht er im Verdacht, während seiner Zeit als Wirtschaftsminister unter dem früheren Premier Gordon Brown, vertrauliche Informationen an den Investor Epstein weitergegeben zu haben. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.