17.04.2026 11.57Online seit heute, 11.57 UhrDie russischen Streitkräfte haben erneut den größten ukrainischen Donauhafen Ismajil in der Region Odessa unter Beschuss genommen. Der Angriff in der Nacht auf heute habe Brände ausgelöst, teilte das Infrastrukturministerium in Kiew mit.Rettungskräfte hätten das Feuer aber rasch unter Kontrolle bringen können. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand. Allerdings seien Verwaltungs- und Produktionsgebäude sowie die Eisenbahninfrastruktur beschädigt worden.Hafen wichtiger LogistikknotenpunktDer Hafen von Ismail liegt an der südwestlichen Spitze der Ukraine gegenüber von rumänischem Gebiet an der Donau. Er hat sich im Krieg zu einem wichtigen und häufig angegriffenen Logistikknotenpunkt für die Ukraine entwickelt.„Die Angriffe auf die Hafeninfrastruktur der Region dauern seit mehreren Tagen an“, erklärte das Infrastrukturministerium. Die ukrainische Seehafenbehörde teilte mit, der Hafen sei weiter in Betrieb, ohne ihn jedoch namentlich zu nennen.Drohne in rumänischem LuftraumZudem drang nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Bukarest eine Drohne in den rumänischen Luftraum ein. Rumänien gehört der NATO und der Europäischen Union an und teilt eine 650 Kilometer lange Grenze mit der Ukraine. Im Laufe des seit mehr als vier Jahren dauernden russischen Angriffskrieges sind wiederholt russische, aber auch ukrainische Geschosse in den Luftraum von Rumänien, Polen und baltischen Staaten eingedrungen.Swyrydenko nach Gesprächen zuversichtlichDie ukrainische Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko zeigte sich unterdessen nach Gesprächen mit der US-Regierung in Washington zuversichtlich über die weitere Unterstützung für ihr Land. US-Finanzminister Scott Bessent stehe an der Seite der Ukraine, sagte Swyrydenko der Nachrichtenagentur Reuters. Sie habe bei dem Treffen deutlich gemacht, dass die Sanktionen gegen Russland nicht abgeschwächt oder ausgesetzt werden dürften.