Innenministerium: Deutlich weniger Asylanträge im ersten Quartal

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19.04.2026 08.28Online seit heute, 8.28 UhrIm ersten Quartal 2026 sind dem Innenministerium zufolge knapp 2.600 Asylanträge gestellt worden. Das ist ein Rückgang um rund 2.160 Ansuchen bzw. von 45 Prozent. Vor zwei Jahren waren es im Vergleichsraum noch fast 7.000 Anträge gewesen. Einen Schutztitel erhielten in den ersten Monaten rund 3.500 Personen.Von den exakt 2.598 Anträgen im heurigen Jahr waren nur 1.074 originär, also von neu einreisenden Personen. Unter die übrigen fallen etwa Mehrfach-Antragsteller, Personen im Familiennachzug und nachgeborene Kinder.Nur 42 Anträge von unbegleiteten JugendlichenZuletzt war speziell zwischen Niederösterreich und dem Bund ein Konflikt um die geplante automatische Obsorge für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge ausgebrochen, vor allem was die Kosten dafür angeht. Deren Zahl ist heuer überschaubar: In den ersten drei Monaten wurden 42 Anträge von unbegleiteten Minderjährigen eingebracht.Unverändert nur noch ein Randphänomen ist die Familienzusammenführung, seit sie lediglich in Ausnahmefällen gewährt wird. Unter diesem Titel reisten bis Ende März 25 Personen nach Österreich ein. Zu Jahresmitte läuft der Stopp aus und soll durch ein umstrittenes Kontingentsystem ersetzt werden.58 Prozent der Grundversorgten Vertriebene aus der UkraineDer Rückgang der Asylanträge, den das Innenministerium vor allem auf Präventionsmaßnahmen wie ausgebaute Kontrollen im Grenzraum zurückführt, entlastet auch die Grundversorgung, in der Anfang April noch 49.839 Personen und damit etwa 3.000 weniger als zu Jahresbeginn untergebracht waren. 58 Prozent der Grundversorgten sind keine Asylsuchenden sondern Vertriebene aus der Ukraine.3.549 Mal wurde in den ersten drei Monaten ein Schutztitel erteilt, wobei subsidiärer Schutz neuerdings etwas häufiger vergeben wird als Asyl (1.620 zu 1.589). Dazu kamen noch 340 humanitäre Aufenthaltstitel.