Spritpreisbremse: SPÖ erneuert Kritik an OMV-Vorgehen

Wait 5 sec.

19.04.2026 08.17Online seit heute, 8.17 UhrDie SPÖ erneuert ihre Kritik an der Reaktion der teilstaatlichen OMV auf die Spritpreisbremse. Das Unternehmen hatte am Dienstag bekanntgegeben, dass es die Vorgaben bei Diesel ab sofort nur mehr teilweise umsetzt. Statt der vorgesehenen fünf Cent pro Liter zieht das Unternehmen nur 2,8 Cent ab. Die OMV begründete den Schritt mit den hohen Importkosten.SPÖ-Energiesprecher Alois Schroll forderte nun die Österreichische Beteiligungs AG (ÖBAG) zum Handeln auf, halte diese doch 31,5 Prozent an der OMV AG. Außerdem unterhalte die ÖBAG, die die Unternehmensanteile der Republik verwaltet, seit dem Jahr 1994 einen Syndikatsvertrag mit den Miteigentümern aus Abu Dhabi, aktuell ADNOC (Abu Dhabi National Oil Company, zuvor MPPH und IPIC).Mit diesen stelle sie gemeinsam alle Kapitalvertreter im Aufsichtsrat und halte die Mehrheit in der Hauptversammlung. „Die ÖBAG hat als Teileigentümerin also über den Aufsichtsrat die Möglichkeiten, auf die Unternehmenspolitik der OMV AG einzuwirken“, so die SPÖ.„Österreich hat ein öffentliches Interesse an günstiger Energie. Wann, wenn nicht jetzt – in der größten Energiekrise seit Jahrzehnten – muss die ÖBAG dieses Interesse auch konsequent vertreten“, fragte Schroll in einem Statement gegenüber der APA. Die Menschen würden zu Recht erwarten, „dass Konzerne im Teileigentum des Staates auch im Staatsinteresse handeln“.Zudem verwies die SPÖ auf Aussagen aus dem Rechnungshof aus dem Jahr 2025, wonach ein Hauptschwerpunkt im von der ÖBAG selbst auferlegten Syndikatsvertrag auf der „Vertretung von Standortinteressen“ liege.Der Rechnungshof habe 2025 in seiner Untersuchung über die Gasversorgung in Österreich außerdem festgehalten, „dass die ÖBAG – so wie ihre Vorgängerorganisationen – über den bestehenden Syndikatsvertrag mit einem weiteren Minderheitsaktionär einen maßgeblichen Einfluss im Aufsichtsrat der OMV ausüben konnte“. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.