21.04.2026 11.21Online seit heute, 11.21 UhrDer designierte ungarische Ministerpräsidenten Peter Magyar hat heute in Budapest gesagt, er wolle bis zum 20. Mai nach Warschau reisen und „womöglich am gleichen Tag noch nach Wien“ zu Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP).Am nächsten Tag könnte es nach Brüssel weitergehen, „aber nicht mit einer Luxusmaschine“, sondern mit einem Billigflieger, sagte der Politiker der bei der Wahl am 12. April siegreichen Partei TISZA.Magyar: Beziehungen zu Österreich stärkenMagyar hatte am Tag nach der Wahl mit Stocker telefoniert. Auch bei einer Pressekonferenz kurz nach der Wahl betonte er, die Beziehungen zu Österreich wieder stärken zu wollen. Diese hätten sich unter dem bisherigen Premier Viktor Orban verschlechtert.Orban pflegte vor allem gute Beziehungen zur FPÖ. Bei seinem Wien-Besuch im Oktober 2024 traf Orban Nationalratspräsident Walter Rosenkranz (FPÖ) und FPÖ-Chef Herbert Kickl. Eine Visite Orbans beim damaligen Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) gab es nicht.Streit über Branchensondersteuer mit UngarnEiner der Hauptkonfliktpunkte zwischen Österreich und Ungarn in den vergangenen Jahren war die Branchensondersteuer in Ungarn. Diese trifft ausländisch kontrollierte Einzelhändler, darunter auch den österreichischen Handelskonzern Spar, unverhältnismäßig stark. Für inländische Einzelhändler gelten hingegen andere Höchstsätze.In der Sache läuft seit Herbst 2024 auch ein Vertragsverletzungsverfahren der EU-Kommission. Nach Angaben der EU-Kommission sind aktuell etwas über 17 Mrd. Euro blockiert. Getrennt davon wurden 10,2 Mrd. im Jahr 2023 freigegeben, das EU-Parlament hat dagegen geklagt, Urteil gibt es noch keines.