22.04.2026 06.45Online seit heute, 6.45 UhrWiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) hat im Vorfeld einer für morgen angesetzten Runde zur Gesundheitsreform eine Reihe an Forderungen vorgelegt. Ludwig ist gegen das von einigen Bundesländern ventilierten Modell, die Spitalsverantwortung dem Bund zu überantworten.Aufhorchen lässt er nun aber mit dem Wunsch, ein bundeseinheitliches Dienst- und Besoldungssystem für Krankenanstalten zu schaffen. Laut einem der APA vorliegenden Positionspapier würde dies nach Ludwigs Vorstellungen den „Abwerbe-Wettbewerb“ unter den Bundesländern einschränken.Dieses einheitliche Dienst- und Besoldungssystem solle in allen öffentlichen Krankenanstalten und in Spitälern gelten, die öffentliche Mittel zur Erbringung von Dienstleistungen im Interesse der Gemeinschaft erhalten. Das würde auch die Abwanderung von Beschäftigten aus ländlichen in urbanere Regionen eindämmen, wenn vor Ort attraktive Arbeitsbedingungen gesichert werden, heißt es darin.Weitere vorgeschlagene Maßnahmen sind ein einheitlicher Leistungskatalog, eine aktive Patientenlenkung, eine Neukodifizierung der Kassenverträge sowie die Beschaffung von Medizinprodukten und -behelfen in einer Einkaufsgemeinschaft. Für die Digitalisierung im Gesundheitswesen will Ludwig eine eHealth Agentur. Generell soll die Dateninfrastruktur im Gesundheitswesen verbessert werden.Ludwig, der vor allem mit Niederösterreich wegen der Finanzierung von Gastpatienten streitet, tritt laut Papier weiter für bundesländerübergreifende Gesundheitsregionen ein. Darüber hinaus pochte er auf die Gemeinschaftlichkeit von Bund, Ländern und Gemeinden.