01.01.2026 17.40Online seit heute, 17.40 UhrIm vergangenen Jahr sind nach Angaben der Internationalen Journalisten-Föderation (IFJ) weltweit 128 Journalisten bzw. Journaistinnen getötet worden, davon mehr als die Hälfte im Nahen Osten. Der Anstieg gegenüber 2024 bedeute „Alarmstufe Rot“, sagte IFJ-Generalsekretär Anthony Bellanger der Nachrichtenagentur AFP.Der Journalistenverband zeigte sich besonders besorgt über die Situation im Gazastreifen, wo nach Angaben des Verbands im vergangenen Jahr 56 Medienvertreter ums Leben kamen. „Wir haben so etwas nie zuvor gesehen: So viele Tote in so kurzer Zeit in so einem kleinen Gebiet“, so Bellanger.Auch in der Ukraine, dem Jemen, dem Sudan, in Indien, Peru und anderswo wurden Journalisten getötet. Bellanger beklagte, dass diejenigen, die hinter den Angriffen steckten, meist ungestraft davonkämen.Weltweit befinden sich nach IFJ-Angaben darüber hinaus derzeit 533 Medienvertreter im Gefängnis. Die Zahl hat sich innerhalb von fünf Jahren mehr als verdoppelt. In China sind 143 Journalisten und damit die meisten weltweit hinter Gittern.Die von IFJ angegebene Zahl getöteter Journalist liegt meist weit über der der Nichtregierungsorganisation Reporter ohne Grenze (RSF). Grund dafür sind unterschiedliche Zählweisen. Laut RSF wurden im vergangenen Jahr 67 Journalisten während der Arbeit getötet. Die UNESCO bezifferte die Zahl der getöteten Medienschaffenden auf 93.