Kiew soll Tod von russischem Milizchef vorgetäuscht haben

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02.01.2026 06.08Online seit heute, 6.08 UhrDie ukrainischen Behörden haben nach eigenen Angaben den Tod eines Kreml-feindlichen russischen Milizenchefs vorgetäuscht, um ihn vor einem Mordanschlag durch russische Spezialkräfte zu schützen.Noch am vorletzten Samstag hatte das Russischen Freiwilligenkorps, das Angriffe von der Ukraine aus auf russischem Territorium ausgeführt hat, den Tod seines Anführers Denis Kapustin bekanntgegeben – am Donnerstag war Kapustin dann aber per Videokonferenz während eines Briefings des ukrainischen Militärgeheimdienstes HUR zu sehen.HUR-Chef Kyrylo Budanow beglückwünschte Kapustin dabei zu seiner „Rückkehr ins Leben“. Der Militärgeheimdienst teilte in einer schriftlichen Erklärung mit, dass russische Spezialkräfte die Ermordung Kapustins angeordnet hätten. Durch eine „umfassende Spezialoperation“ sei es daraufhin gelungen, dessen Leben zu retten und die Beteiligten an dem Attentatsplan zu identifizieren. Kapustin habe inzwischen seine Bereitschaft bekundet, weiterhin Kampfeinsätze und „Spezialaufgaben“ auszuführen.Die russischen Sicherheitsbehörden haben Kapustin – der auch als Denis Nikitin bekannt ist – als Terroristen eingestuft. Der Anführer des Freiwilligenkorps ist eine bekannte Figur in der Hooligan- und rechtsextremen Szene. Der gebürtige Russe hatte seinen Wohnsitz fast 20 Jahre lang in Deutschland, bevor dann seine Aufenthaltserlaubnis 2019 erlosch. Seit 2019 soll er in der Ukraine leben.