Faltbares iPhone: 3D-Modell befeuert Debatte über Nutzen, Software und Preis

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Ein 3D-gedrucktes Modell eines faltbaren iPhones sorgt für Gesprächsstoff. In einer Runde mit Android-Erfahrung aus erster Hand ging es um Ergonomie, Display-Knick, Software, Robustheit und mögliche Preise.Fundstück, 3D-Modell und erste EindrückeAuslöser war ein in einer Bar gefundenes Klapphandy, das sich als Galaxy Z Flip der ersten Generation entpuppte. (Das war natürlich nur ein Spaß von Joey) Dazu kam ein 3D-gedrucktes Modell eines „iPhone zum Falten“, hochgeladen auf Maker World. Das Modell fasst gängige Gerüchte zusammen, ist aber keine offizielle Designstudie. Es zeigt eine glatte Front, zwei Kameras auf der Rückseite und ein innen durchgehendes Display. Die Tastenlage wirkte im Hands-on ungewohnt, etwa beim Fotografieren im Querformat. Der sichtbare „Scharnier-Balken“ ist dem 3D-Druck geschuldet; ein echtes Gerät hätte ein durchgehendes, biegsames Panel. Im direkten Vergleich erinnerte der Formfaktor zugeklappt an ein kompaktes iPhone; aufgeklappt deutete sich mehr Bildschirmfläche zum Tippen an.Erfahrungen mit Klapphandys aus dem AlltagKerstin als unsere Expertin mit mehreren Faltphones, darunter ein aktuelles Flip der fünften Generation, schilderte ihre Praxis. Die Knickstelle ist im Streulicht sichtbar und beim Darüberstreichen fühlbar, stört im Alltag aber nicht. Neuere Geräte klappen plan zu; frühe Folds ließen einen spürbaren Spalt. Klapphandys bringen ergonomische Vorteile: Sie passen geschlossen unauffällig in die Hosentasche, können halb aufgeklappt als Ständer dienen und erlauben bei Kamera-Apps eine Teilung in Sucher und Bedienelemente. Geschlossen ist das Display geschützt; Anrufe lassen sich auf Wunsch per Zuklappen beenden. Zur Haltbarkeit: Strand und Werkstattstaub sind heikel, Wasserschutz bleibt eingeschränkt. Auf dem Innendisplay liegt werkseitig eine Schutzfolie. Sie hielt teils mehrere Jahre, ließ sich bei Bedarf für einen kleinen Betrag ersetzen. Hüllen existieren als zweiteilige Schalen, die im geschlossenen Zustand ringsum schützen.Was Apple liefern müsste – und was es kosten könnteSpannend wurde die Software-Frage. Reicht iOS mit Anpassungen für größere und geteilte Flächen, oder braucht es iPadOS-Funktionen wie erweiterte Multitasking-Layouts? In der Runde hieß es, Apple müsse den Use-Case gleich mitliefern: etwa ein „Laptop-Modus“ mit Tastatur unten und Inhalt oben oder clevere App-Layouts beim Aufstellen im Winkel. Apples Standard-APIs erleichtern skalierbare Oberflächen, dennoch wären App-Anpassungen nötig. Zur Hardware gab es offene Punkte. Diskutiert wurden ein mögliches Design ohne physische Anschlüsse mit induktivem Laden sowie Materialfragen; Konkretes ist nicht bekannt. Beim Zeitpunkt gehen Gerüchte auseinander: von frühestens Ende 2026 bis „vorerst gar nicht“. Beim Preis kursieren 2.000 bis 2.500 US-Dollar (rund 1.820 bis 2.280 Euro). Zum Vergleich: Samsungs großes Fold startete zuletzt bei rund 2.099 Euro. Klar ist nur: Unterhalb der 2.000er-Marke wird es schwer. Viele von euch würden dann abwägen, ob ein faltbares iPhone iPhone und iPad mini zugleich ersetzen kann.