Pilnacek-U-Ausschuss: Hanger fordert FPÖ-Entschuldigung

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04.01.2026 06.20Online seit heute, 6.20 UhrDer Fraktionsführer der ÖVP im Untersuchungsausschuss, Andreas Hanger, fordert die FPÖ auf, „sich bei den Polizisten, der Justiz und eigentlich auch bei der österreichischen Bevölkerung zu entschuldigen“.Grund sind die Vorwürfe der Freiheitlichen bezüglich der Ermittlungen zum Tod des ehemaligen Justiz-Sektionschefs Christian Pilnacek. Den von ihnen dazu eingesetzten U-Ausschuss sieht Hanger grundsätzlich als „Verschwendung von Steuergeld“, wie er im APA-Interview betonte.Die FPÖ vermutet politische Interventionen auf die Ermittlungen, unter anderem vonseiten des bereits damals ÖVP-geführten Innenministeriums und Kanzleramts. Polizei und Staatsanwaltschaft seien wichtige Institutionen in der Republik, so Hanger. „Man stellt den Rechtsstaat in Frage, wenn man auf Basis von Verschwörungstheorien Polizei und Justiz direkt angreift“, warf er den Freiheitlichen vor.„Aus meiner Sicht ist es sehr klar, dass die Vorwürfe der FPÖ schon vor Beginn dieses Untersuchungsausschusses widerlegt sind“, so Hanger weiter. „Man braucht sich lediglich die Ergebnisse der Gerichtsverfahren gegen die Zack Media GmbH ansehen, eindeutiger können Gerichtsurteile nicht sein.“ Erst im Dezember wurde das Unternehmen von Herausgeber und Ex-Politiker Peter Pilz aufgrund von Aussagen in dessen Buch zu Pilnaceks Tod wegen übler Nachrede nicht rechtskräftig verurteilt.Pilnacek war im Oktober 2023 tot aufgefunden worden, die Ermittlungsbehörden sprechen von Suizid. Hanger ortet etwa in den Aussagen von Pilnaceks Lebensgefährtin, die weiterhin die „Mordtheorie“ aufrechterhalte, Widersprüche. „Sie hat diese Verschwörungstheorien ausgelöst, spricht von einem Zeugenschutzprogramm, hat Wahrsager und Kartenleger konsultiert“, so der ÖVP-Abgeordnete. Pilz sei auf diese Thesen eingegangen.Befragen will Hanger im U-Ausschuss auch den von der FPÖ nominierten Volksanwalt Christoph Luisser. Dieser hatte im Zuge eines Prüfverfahrens Ermittlungsfehler in der Causa geortet. „Da stellt sich für uns die Frage, ob die Volksanwaltschaft nicht von der FPÖ politisch instrumentalisiert wird“, meinte Hanger. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.