Feuerwehr Traun trainiert Taucheinsatz unter winterlichen Bedingungen am Oedtsee

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TEAM FOTOKERSCHI / MARKUS HAUSERTraun am 09.01.2026 – Anhaltende Minusgrade und scheinbar geschlossene Eisflächen verleiten immer wieder Menschen dazu, zugefrorene Gewässer zu betreten. Wie trügerisch diese Sicherheit sein kann, zeigte eine Einsatzübung der Feuerwehr Traun am Oedtsee, bei der die Tauchergruppe unter realistischen Winterbedingungen trainierte.Im Mittelpunkt der Übung stand nicht eine klassische Eisrettung, sondern das sichere und koordinierte Vorgehen bei einem Taucheinsatz unter winterlichen Bedingungen. Ziel war es, bestehende Abläufe zu festigen, die Ausrüstung auf Tauglichkeit zu überprüfen und die Zusammenarbeit innerhalb der Einheit zu stärken – um für den Ernstfall bestmöglich vorbereitet zu sein.Stehende Gewässer bergen im Winter erhebliche Risiken: Unterschiedliche Wassertiefen, Grundwasserzuflüsse, dichter Pflanzenbewuchs oder Schneelasten führen dazu, dass die Eisstärke stark variieren kann. Selbst nach mehreren Tagen Frost besteht keine verlässliche Tragfähigkeit. Ein Einbruch ins Eis bedeutet akute Lebensgefahr für die Betroffenen und stellt auch die Einsatzkräfte vor große Herausforderungen.Die Feuerwehr Traun nutzt Übungen wie jene am Oedsee gezielt zur Vorbereitung auf komplexe Szenarien. Sie warnt jedoch eindringlich: Das Betreten zugefrorener Gewässer ist lebensgefährlich und sollte grundsätzlich unterlassen werden, sofern keine behördliche Freigabe vorliegt.Besonders Hundehalter werden daran erinnert, dass auch Tiere durch das Eis brechen können – und Rettungsversuche durch Menschen oft weitere Opfer nach sich ziehen.Die Feuerwehr appelliert daher an die Bevölkerung:Warnhinweise unbedingt beachtenAuf sichere Alternativen ausweichenPrävention bleibt der beste Schutz – für Spaziergänger ebenso wie für die Einsatzkräfte.