06.03.2026 08.04Online seit heute, 8.04 UhrDer Verwaltungsgerichtshof (VwGH) sorgt sich um seine budgetäre Ausstattung für die kommenden Jahre.Eine Kürzung der finanziellen Mittel wie im Bundesfinanzrahmen für 2027 bis 2029 vorgesehen würde „den ordnungsgemäßen Betrieb des Verwaltungsgerichtshofes ernstlich infrage stellen“, heißt es in dem gestern an den Nationalrat übermittelten Tätigkeitsbericht.2024 seien 7.324 neue Rechtssachen und damit deutlich mehr Verfahren als im Jahr zuvor an das Gericht herangetragen worden.7.627 Verfahren wurden laut Bericht abgeschlossen, dennoch waren zum Jahresende 2024 noch 3.337 Verfahren anhängig. Besonders stark war der Anstieg im Asylbereich mit 15 Prozent mehr neuen Verfahren.Zwar gab es in diesem Bereich in den ersten Monaten des Jahres 2025 einen deutlichen Rückgang, der auf die veränderte Situation in Syrien zurückgeführt wird. Dieser Rückgang sei aber vorübergehend, denn die ausgesetzten Verfahren bezüglich syrischer Schutzsuchender würden in weiterer Folge fortgeführt, heißt es im Ausblick.Auch im Fall einer vermehrten Aberkennung des Schutzstatus bei syrischen Flüchtlingen sei mit einem Anstieg zu rechnen. Zudem seien neue Aufgaben etwa durch das am 1. September 2025 in Kraft getretene Informationsfreiheitsgesetz zu erwarten.