07.03.2026 16.42Online seit heute, 16.42 UhrChina hat angesichts eines aufflammenden Konflikts beim niederländischen Chiphersteller Nexperia vor erneuten weltweiten Engpässen in der Halbleiterlieferkette gewarnt. Das Handelsministerium in Peking verwies heute auf „neue Konflikte“ zwischen der niederländischen Konzernzentrale und der chinesischen Tochtergesellschaft, die die Produktion gefährdeten.Auslöser der Warnung ist der Vorwurf der chinesischen Nexperia-Sparte, die niederländische Muttergesellschaft habe die Bürokonten aller Mitarbeiter in China gesperrt. Das habe „neue Schwierigkeiten und Hindernisse“ für die Verhandlungen geschaffen, erklärte das Ministerium.„Sollte das erneut zu einer globalen Krise in der Halbleiterproduktion und Lieferkette führen, müssen die Niederlande die volle Verantwortung dafür übernehmen.“ Nexperia ist ein wichtiger Lieferant für die Autoindustrie, die Chips des Unternehmens stecken in zahlreichen elektronischen Fahrzeugsystemen.Der Streit schwelt bereits seit Monaten und hat direkte Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Im Oktober war die Produktion in der globalen Autoindustrie ins Stocken geraten, nachdem die Regierung in Peking Exportkontrollen für Nexperia-Chips aus chinesischer Fertigung verhängt hatte.Vorausgegangen war die Beschlagnahmung der Anteile der chinesischen Muttergesellschaft Wingtech durch niederländische Behörden und die Übertragung an einen Anwalt in Amsterdam. Begründet wurde das später damit, dass der chinesische Eigner Wingtech dabei gewesen sei, Technologie und Produktionsanlagen nach China zu transferieren.