Island stimmt über neue Beitrittsgespräche ab

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06.03.2026 14.09Online seit heute, 14.09 UhrDie isländische Regierung will die Bevölkerung am 29. August über einen ersten Schritt zum EU-Beitritt abstimmen lassen. Damit werde ein ursprünglich bis spätestens 2027 geplanter Volksentscheid vorgezogen, teilte die Regierung in Reykjavik heute mit.Als Gründe gelten die geopolitischen Spannungen durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine sowie wiederholte Drohungen von US-Präsident Donald Trump, das zwischen Island und den USA gelegene Grönland zu annektieren.Zweistufiges VerfahrenDiese Entwicklungen haben das Interesse an einer EU-Mitgliedschaft neu entfacht. Vorgesehen ist ein zweistufiges Verfahren. Im Sommer soll zunächst über die Wiederaufnahme von Beitrittsverhandlungen abgestimmt werden.Sollten diese erfolgreich abgeschlossen werden, müssen die Isländerinnen und Isländer in einem zweiten Referendum über den tatsächlichen Beitritt entscheiden.Lebenshaltungskosten gestiegenEs sind nicht die ersten Bestrebungen, diese Zusammenarbeit zu vertiefen: Bereits 2009 hatte das schwer von der Finanzkrise getroffene Land die Mitgliedschaft offiziell beantragt, ein Jahr später hatten Beitrittsverhandlungen begonnen. 2013 legte die damalige EU-kritische Regierung diese jedoch wieder auf Eis.Neben der Sicherheitslage haben zuletzt auch gestiegene Lebenshaltungskosten die Stimmung auf der Nordatlantik-Insel mit ihren knapp 400.000 Einwohnern und Einwohnerinnen gedreht. Umfragen zufolge befürwortet eine Mehrheit inzwischen eine Annäherung an Brüssel.