Apple verknüpft App-Store-Guthaben erstmals mit In-App-Käufen

Wait 5 sec.

Apple hat seine bekannten Gutscheinaktionen im App Store bislang vor allem genutzt, um eigene Dienste zu bewerben. Nutzer, die Guthaben auf ihr Konto geladen oder Gutscheinkarten eingelöst haben, erhielten in der Regel zeitlich begrenzten Zugriff auf Angebote wie Apple Music, Apple Fitness+ oder Apple Arcade.Auch aktuell wird beim Aufladen von 25 Euro Guthaben ein zusätzlicher Monat Apple Music angeboten.Diese Praxis folgt einem klaren Muster: Apple verknüpft den Kauf von Guthaben mit Probezeiträumen eigener Abonnements. Damit sollen Nutzer an die hauseigenen Dienste herangeführt werden. Für Apple entsteht so die Möglichkeit, wiederkehrende Einnahmen zu generieren, wenn die Testphasen in reguläre Abos übergehen.Drittanbieter rücken stärker in den FokusNun deutet sich eine Veränderung an. Erste Leserberichte machen uns darauf aufmerksam, dass Apple bei der Einlösung von höheren Guthabenbeträgen, etwa 100 Euro, nun auch Inhalte von Drittanbieter-Apps als Bonus anbietet. Dabei handelt es sich um In-App-Gegenstände oder Vorteile, die typischerweise in Spielen mit Mikrotransaktionen eingesetzt werden.Auffällig ist, dass diese Angebote teilweise auch für Anwendungen erscheinen, die auf dem Gerät noch gar nicht installiert sind. Nutzer müssen die jeweilige App zunächst laden, um den Bonus nutzen zu können. Genannt werden vor allem Spiele, die auf wiederkehrende Käufe ausgelegt sind und Einnahmen über virtuelle Güter erzielen, wie etwa Gardenscapes.25 Mio. US-Dollar Umsatz pro MonatSolche Titel kombinieren häufig leicht zugängliche Spielmechaniken mit Systemen, die ohne Zahlungen auf Wartezeiten setzen oder Fortschritte verlangsamen. Zusätzliche Inhalte lassen sich dann gegen Bezahlung freischalten. Schätzungen zufolge erzielt Gardenscapes einen monatlichen Umsatz von rund 25 Millionen US-Dollar.Mit der neuen Praxis erweitert Apple die bisherigen Gutscheinaktionen um externe Partner und fördert den Fokus auf In-App-Käufe innerhalb des Ökosystems so aktiv. Gleichzeitig verschwimmen damit die Grenzen zwischen redaktioneller Hervorhebung und kommerziellen Interessen weiter. Der App Store zeigt seit jeher kuratierte Empfehlungen, die aus Nutzersicht wie redaktionelle Inhalte wirken. Wenn nun zusätzlich konkrete Kaufanreize für einzelne Anwendungen in diesen Kontext eingebunden werden, wird die Trennung weniger eindeutig.The post Apple verknüpft App-Store-Guthaben erstmals mit In-App-Käufen first appeared on iphone-ticker.de.