01.04.2026 22.36Online seit heute, 22.36 UhrEine Delegation des Europarats hat ernsthafte Bedenken angesichts eines „vergifteten Klimas“ vor der bevorstehenden Wahl in Ungarn geäußert. Die Delegation sei von einem zweitägigen Besuch in der Hauptstadt Budapest mit dem Eindruck zurückgekommen, dass „es nicht nur darum geht, wer Stimmen gewinnt, sondern auch darum, ob der demokratische Wettbewerb selbst weiterhin offen, pluralistisch und fair bleibt“, hieß es in einer heute veröffentlichten Erklärung der parteiübergreifenden Delegation.Die Wählerinnen und Wähler allein müssten bei der Wahl am 12. April über die Zukunft Ungarns entscheiden – „und nicht Angstkampagnen, Verleumdungskampagnen, ungleiche Regeln oder Einmischung aus dem Ausland“, forderte der spanische Delegationsleiter Pablo Hispan.Bei der Wahl strebt der amtierende Regierungschef Viktor Orban eine fünfte Amtszeit an, Umfragen zufolge liegt jedoch Oppositionsführer Peter Magyar vorn. Orban wirft der EU und der Ukraine vor, die Opposition zu unterstützen. Magyar hingegen beschuldigt Orban, Russland um Hilfe gebeten zu haben, damit er weiter an der Macht bleiben kann.