31.03.2026 17.57Online seit heute, 17.57 UhrDie AUA-Mutter Lufthansa bereitet sich auf weiter steigende Kerosinpreise infolge des Iran-Kriegs vor. Lufthansa-Chef Carsten Spohr lässt intern Szenarien prüfen, wegen fehlender Nachfrage einen Teil der Flotte am Boden zu lassen, wie das „Handelsblatt“ heute unter Berufung auf eine Mitarbeiterveranstaltung berichtet. Das Unternehmen wollte den Bericht nicht kommentieren.Dem „Handelsblatt“ zufolge sollen die Fachleute die Konsequenzen prüfen, wenn 20 oder gar 40 Flugzeuge dauerhaft stehen bleiben würden. Das entspräche 2,5 beziehungsweise fünf Prozent der angebotenen Sitzplatzkapazität.Vorzugsweise sollten dafür ältere Jets ausgesucht werden, die wegen ihres hohen Treibstoffbedarfs ohnehin kurz vor der Ausmusterung stehen. Bei den Strecken sollen ertragsschwache Verbindungen in Europa auf den Prüfstand gestellt werden.„Wir wollen früh vorbereitet sein“, sagte Spohr der Zeitung zufolge mit Blick auf die Folgen des Kriegs. Zwar habe Lufthansa den Treibstoffbedarf zu 80 Prozent gegen Preisschwankungen abgesichert.Doch alleine für die verbleibende Treibstoffmenge würden die gestiegenen Kerosinpreise Mehrkosten von 1,5 Milliarden Euro ausmachen, sodass man um Preiserhöhungen nicht herumkomme. „Das wiederum wird sich auf die Nachfrage auswirken, es werden weniger Menschen reisen“, wird der Lufthansa-Chef zitiert.