Microsoft hat seinen Copilot in den vergangenen Monaten tief in das eigene Produktuniversum eingebaut. Der Assistent taucht im Browser, in Windows, in Office-Anwendungen und an vielen weiteren Stellen auf. Umso genauer wird nun auf die begleitenden Nutzungsbedingungen geschaut.Microsofts Copilot gibt es als eigene Mac-AppDort findet sich eine Formulierung, die dem System einen erstaunlich kleinen rechtlichen Rahmen setzt: Copilot sei nur für Unterhaltungszwecke gedacht, könne Fehler machen und solle nicht für wichtige Ratschläge herangezogen werden.Produktversprechen und juristische VorsichtMicrosoft vermarktet Copilot seit Langem als Hilfe für Alltag und Arbeit. Der KI-Assistent soll Texte formulieren, Inhalte strukturieren, Fragen beantworten und Aufgaben beschleunigen. Wenn derselbe Assistent in den Nutzungsbedingungen zugleich rechtlich auf den Status eines Unterhaltungssystems zurückgestuft wird, passt das nur schwer zum vermittelten Produktanspruch.Ein Auszug aus den „Microsoft Copilot Terms of Use“Juristisch ist ein solcher Haftungsvorbehalt nicht völlig ungewöhnlich. Softwareanbieter arbeiten seit Jahren mit breiten Ausschlüssen und warnen davor, sich blind auf Ergebnisse zu verlassen. Bei generativer KI fällt dieser Hinweis jedoch stärker ins Gewicht, weil die Anwendungen gerade als produktive Helfer in beruflichen Zusammenhängen positioniert werden.KI soll im Alltag nützlich sein, einstehen wollen die Anbieter für die (unbeabsichtigten) Nebenwirkungen dieser Nutzung aber nicht.Verwirrung um die vielen Copilot-VariantenHinzu kommt, dass Microsoft sehr unterschiedliche Angebote unter derselben Marke bündelt. Der frei zugängliche Chatdienst, Microsoft 365 Copilot, GitHub Copilot und weitere Einbindungen laufen alle unter demselben Namen, folgen aber nicht zwingend denselben Regeln. Das macht die Einordnung schwierig.Copilot in Microsoft WordErschwerend kommt hinzu, dass Nutzer den Assistenten vielerorts nicht aktiv suchen, sondern ihm in bereits vertrauten Programmen begegnen. Gerade dort wirkt der Hinweis, man könne die Nutzung jederzeit beenden, nur begrenzt überzeugend. Denn der Verzicht auf Copilot bedeutet in vielen Fällen auch, sich bewusst gegen eine tief in den Arbeitsalltag eingebettete KI-Nutzung zu entscheiden.Microsoft Copilot (Kostenlos+, App Store) →The post Microsoft Copilot: „Nur für Unterhaltungszwecke“ gedacht first appeared on ifun.de.