02.04.2026 19.08Online seit heute, 19.08 UhrMenschenrechtsorganisationen kritisieren die Rekrutierung von Kindern ab zwölf Jahren für militärische Einsätze an Checkpoints und bei Patrouillen im Iran als schwere Verstöße gegen die Kinderrechte und das humanitäre Völkerrecht.„Die Rekrutierung und der Einsatz von Kindern in bewaffneten Konflikten stellen ein Kriegsverbrechen dar“, erklärte Amnesty International heute.Verifizierte Fotos, Videos und Augenzeugenberichte zeigen laut Amnesty bewaffnete Kinder an Checkpoints der Revolutionsgarde und auf Patrouillen, teilweise mit AK47-Sturmgewehren. Über die Basidsch-Milizen des IRGC können Kinder bereits unter 15 Jahren formell eingebunden werden.„Die iranischen Behörden missbrauchen Kinder für militärische Zwecke und bringen sie wissentlich in Lebensgefahr“, sagte Erika Guevara-Rosas, Recherchedirektorin von Amnesty International.Der elfjährige Aliresa Dschafari etwa sei bei einem Drohnenangriff an einem Checkpoint in Teheran ums Leben gekommen. Die Behörden bestätigten, dass das Kind „im Dienst“ war. Seine Mutter berichtete, der Vater habe wegen Personalmangels an Kontrollposten seine Söhne mitgenommen.Amnesty International fordert die iranischen Behörden auf, die Rekrutierung von Minderjährigen unverzüglich zu stoppen, allen Personen unter 18 Jahren den Militärdienst zu verbieten und bereits rekrutierte Kinder umgehend freizustellen. Der Iran sei Vertragsstaat der UNO-Kinderrechtskonvention.