Von der Leyen wieder mit Misstrauensvotum konfrontiert

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14.01.2026 18.25Online seit heute, 18.25 UhrDie EU-Kommission unter Führung von Ursula von der Leyen muss sich erneut einem Misstrauensvotum im Europäischen Parlament stellen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur unterrichtete Parlamentspräsidentin Roberta Metsola darüber heute die Fraktionsvorsitzenden.Die Debatte und Abstimmung wird bei der Parlamentssitzung in der kommenden Woche in Straßburg stattfinden. Es ist der vierte Misstrauensantrag gegen von der Leyen und ihr Team innerhalb von rund einem halben Jahr.Eingereicht hatte den Antrag die rechte „Patrioten für Europa“-Fraktion (PfE), die von der Leyen und ihr Team vor allem für das Handelsabkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay kritisiert.Zu ihr gehören unter anderem die Abgeordneten der FPÖ, der französischen Partei Rassemblement National (RN) von Marine Le Pen sowie die der Fidesz-Partei des ungarischen Regierungschefs Viktor Orban.Damit ein Misstrauensantrag im EU-Parlament debattiert und zur Abstimmung gestellt wird, muss ihn mindestens ein Zehntel der aktuell 719 Abgeordneten unterstützen.Die PfE kritisierte in einer Mitteilung zu dem Antrag die „eklatante Missachtung des Europäischen Parlaments, der nationalen Parlamente und von Millionen europäischer Landwirte“ beim Abschluss des Mercosur-Abkommens. Das Abkommen stelle einen direkten Angriff auf die europäische Ernährungssicherheit und -souveränität dar.Zumindest die Unterzeichnung des Abkommens wird das Misstrauensvotum allerdings nicht mehr verhindern. Sie soll am Samstag in Paraguay erfolgen. Von der Leyen und EU-Ratspräsident Antonio Costa reisen dazu in das südamerikanische Land.