14.01.2026 18.54Online seit heute, 18.54 UhrOlivenöl wird in der EU oft nicht genug auf seine Qualität geprüft, hat es heute vom Europäischen Rechnungshof geheißen. „Die EU verfügt zwar über strenge Vorschriften, doch werden die nicht immer vollständig umgesetzt“, kritisierte die zuständige EU-Prüferin Joelle Elvinger der Einrichtung mit Sitz in Luxemburg.Die griechischen Behörden überprüften die Vorschriften etwa nur bei Olivenöl, das in Griechenland hergestellt und für den griechischen Markt bestimmt sei – also nicht etwa bei Exporten.Verbesserungen seien unerlässlich, um nicht nur die Verbraucher und Verbraucherinnen, sondern auch den Ruf des europäischen Olivenöls zu schützen, forderte Elvinger.Die Prüfer hätten festgestellt, dass wie im Beispiel von Griechenland auch in anderen Teilen des europäischen Marktes manchmal nicht kontrolliert würde, ohne dass dafür klare Begründungen vorlägen.Daneben kritisierten die Prüfer, dass EU-Staaten manche Gesetze unterschiedlich auslegten oder nicht richtig anwendeten. Die entsprechenden Regeln – etwa bei der Mischung von Ölen aus unterschiedlichen Ernten – seien nicht klar genug. Geht es hingegen um die Rückstände von Pestiziden, sei die EU gut aufgestellt.Der Rechnungshof fordert in seinem Bericht von der Europäischen Kommission, Regeln klarzustellen und die Mitgliedsstaaten mehr in die Pflicht zu nehmen.Für ihren Bericht schauten sich die EU-Prüfer die Kontrollen in vier Ländern genauer an: Zum einen in Griechenland, Italien und Spanien, wo gut 90 Prozent des Olivenöls aus der EU hergestellt werden. Zum anderen Belgien – das Land ist wohl wegen seiner Häfen der größte Exporteur der Union.