Nach Rücktritt von Jury: Biennale-Chef unter Druck

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03.05.2026 14.27Online seit heute, 14.27 UhrKurz vor Beginn der Kunstbiennale in Venedig gerät nach dem Rücktritt der gesamten Jury nun auch der Leiter Pietrangelo Buttafuoco zunehmend in die Kritik. Italiens Kulturminister Alessandro Giuli warf ihm vor, mit der Wiederzulassung von Russland zu der sechsmonatigen Ausstellung Neben-Außenpolitik betreiben zu wollen und damit gescheitert zu sein.„Er ist Opfer einer pazifistischen Fantasie geworden“, sagte Giuli der Zeitung „La Repubblica“ (Sonntag-Ausgabe). Inzwischen wird auch über eine baldige Ablösung des Biennale-Chefs spekuliert.Kurz vor dem offiziellen Beginn am Samstag steht die Biennale in der italienischen Lagunenstadt vor einem Scherbenhaufen. Im Streit um den Umgang mit Russland und Israel trat die Jury geschlossen zurück. Die Eröffnungsfeier wurde abgesagt, ebenso wie die übliche Vergabe der Goldenen Löwen zu Beginn.Die Preise sollen jetzt erst am letzten Tag der Ausstellung im November vergeben werden. Entscheiden darüber wird keine Jury mehr, sondern eine Abstimmung unter den Besuchern und Besucherinnen. Zusammen mit der documenta in Kassel gehört die alle zwei Jahre stattfindende Biennale zu den wichtigsten Veranstaltungen zeitgenössischer Kunst.