IAEA: Drohnenangriff bei AKW Saporischschja

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03.05.2026 16.22Online seit heute, 16.22 UhrEin Strahlenlabor des ukrainischen Kernkraftwerks Saporischschja ist von einer Drohne angegriffen worden. Darüber habe das AKW informiert, berichtete die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) mit Sitz in Wien heute. Das AKW ist von Russland besetzt. Es sei unklar, ob das Labor, das sich außerhalb des abgesicherten Kraftwerksgeländes befindet, beschädigt wurde, hieß es von der IAEA.Die IAEA forderte Zugang zu dem Labor. Jeder Angriff in der Nähe einer Atomanlage könne ein Risiko für die nukleare Sicherheit bedeuten, warnte IAEA-Chef Rafael Grossi.Es habe keine Verletzten gegeben, hieß es von dem von Russland eingesetzten Kraftwerksmanagement. Allerdings wurde erst Anfang der Woche nach Angaben der Besatzungsbehörden ein AKW-Mitarbeiter bei einem Drohnenangriff getötet. Kiew kommentierte diesen Vorfall nicht und äußerte sich zunächst auch nicht zu dem Angriff auf das Labor.Das mit sechs Reaktoren und einer Nennleistung von 6.000 Megawatt größte Atomkraftwerk Europas steht seit März 2022 unter russischer Kontrolle. Es produziert derzeit keinen Strom. Mehrere ukrainische Rückeroberungsversuche scheiterten. Ein IAEA-Team ist ständig an Ort und Stelle, um die Lage zu beobachten und durch seine Präsenz einen Atomunfall zu verhindern.