Greenpeace: Grundwasserstände deutlich zu niedrig

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04.05.2026 13.28Online seit heute, 13.28 UhrRund 70 Prozent der Grundwasserstände sind Ende April zu niedrig gewesen. Das geht aus einer Analyse der Umweltschutzorganisation Greenpeace hervor, die die NGO heute präsentierte. Bei mehr als jeder zehnten Messstelle war zudem der Wasserstand so niedrig wie noch nie Ende April.Besonders betroffen seien Oberösterreich, Salzburg und Kärnten, hieß es. Greenpeace forderte von der Bundesregierung, das im Regierungsprogramm angekündigte Wasserentnahmeregister umzusetzen. Nur so könne man sehen, wie viel Grundwasser Industrie und Landwirtschaft in Österreich wirklich verbrauchen. Bisher fehle diese Transparenz.Ausgewertet wurden 227 Grundwassermessstellen in ganz Österreich. In Oberösterreich zeigt laut Greenpeace aktuell mehr als ein Drittel der Messstellen so niedrige Wasserstände wie noch nie zu dieser Zeit. In Salzburg ist das bei mehr als einem Viertel der Messstellen der Fall und in Kärnten bei rund jeder fünften Messstelle.Das sei eine direkte Folge des zu trockenen vergangenen halben Jahres, so die NGO: In fünf der vergangenen sechs Monate habe es zu wenig geregnet oder geschneit. Teils fiel nur ein Drittel der üblichen Menge. Der regnerische Februar konnte dieses Defizit laut der NGO nicht ansatzweise ausgleichen.Greenpeace verwies dabei darauf, dass Grundwasser die „wichtigste Trinkwasserquelle“, aber auch „unerlässlich für Landwirtschaft und Industrie“ sei. „Es ist daher höchst besorgniserregend, dass es auf EU-Ebene derzeit Bestrebungen gibt, die EU-Wasserrahmenrichtlinie abzuschwächen“, hieß es. Die Aufweichung des Wasserschutzes wäre aus Sicht der NGO „ein fataler Fehler“.