04.05.2026 12.52Online seit heute, 12.52 UhrDas Ringen um die Zukunft der deutschen Commerzbank spitzt sich zu: Die italienische UniCredit hat sich heute bei einer außerordentlichen Hauptversammlung die Zustimmung ihrer Aktionäre für das für morgen angekündigte offizielle Übernahmeangebot geholt. 99,5 Prozent des vertretenen Kapitals stimmten für die Ausgabe von bis zu 470 Millionen neuen Aktien, wie UniCredit in Mailand mitteilte.Die Papiere will UniCredit den Commerzbank-Aktionären im Tausch für ihre Aktien anbieten. Das offizielle Offert soll morgen unterbreitet werden. Dann haben die Commerzbank-Aktionäre vier Wochen Zeit, ihre Aktien UniCredit anzudienen.Die Commerzbank aber wehrt sich weiter gegen die Vorstöße aus Mailand. „Was die UniCredit nach 18 Monaten und zahlreichen Treffen nun auf den Tisch gelegt hat, ist ein Plan, der die Bank, wie sie heute für ihre Kunden funktioniert, zerlegt und unseren Aktionären dafür keine Prämie zahlt“, sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Commerzbank, Michael Kotzbauer, der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Die UniCredit sei nicht daran interessiert, „über unser Geschäftsmodell oder ihre Pläne bei der Commerzbank zu reden“.Die UniCredit, die im September 2024 bei der Commerzbank eingestiegen war, ist inzwischen mit Abstand größter Anteilseigner der Commerzbank vor dem deutschen Staat.