Buckelwal im Meer: Zustand und Verbleib vollkommen unklar

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03.05.2026 13.12Online seit heute, 13.12 UhrDer mehrfach an Ostseeküsten gestrandete Buckelwal ist am Wochenende im Meer abgesetzt worden. Wo er sich aufhält, ist derzeit allerdings unklar: Der GPS-Sender liefere anders als geplant keine Ortsdaten, sagte Karin Walter-Mommert, eine Geldgeberin der privaten Initiative hinter dem Transport.Damit bliebe unbekannt, ob und in welche Richtung das Tier schwimmt. Es gebe zumindest vom Sender übertragene Vitalzeichen, demnach lebe der Wal, meinte Walter-Mommert. Die Informationen ließen sich zunächst nicht durch unabhängige Quellen verifizieren.Daten nur von WasseroberflächeSollte das geschwächte Tier sterben, würde ein GPS-Sender keine Ortsdaten mehr liefern: Die Sender funken ihren Standort üblicherweise nur dann, wenn sich das jeweilige Tier an der Wasseroberfläche aufhält. Experten von Tierschutzorganisationen hatten die langfristigen Überlebenschancen des Wals übereinstimmend als sehr gering eingeschätzt.Im Todesfall würde der Kadaver womöglich nicht an die Wasseroberfläche hochtreiben, da der Wasserdruck das in tieferen Gewässern verhindert. Sollte das Tier zuvor in Küstennähe geschwommen sein, könnte es angespült werden.Streit um Absetzen des WalsBeide großen Schiffe des Transportkonvois – „Fortuna B“ und „Robin Hood“ – befinden sich nicht mehr im Skagerrak, wo der Wal gestern abgesetzt wurde. Angaben zum Zustand des Tiers zu diesem Zeitpunkt und zum genauen Ablauf der Freisetzung wurden nicht bekannt, auch öffentlich zugängliche Bilder oder Videos gab es nicht.Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus erklärte in einem Statement, mit der Initiative sei vereinbart gewesen, dass ein Videosystem auf der Barge installiert wird, damit Tierärzte den Wal weiter beobachten können – das sei aber nicht erfolgt.Mitglieder des Teams der privaten Initiative verwiesen auf ihre Geldgeber, Walter-Mommert und Mediamarkt-Gründer Walter Gunz, die sich merklich wütend zeigten: In einem Statement distanzierten sich beide „ausdrücklich von den Geschehnissen und der Art und Weise, welche zur Aussetzung des Wals führten“.Die Initiative sei an der Freisetzung nicht beteiligt gewesen und habe diese auch nicht aktiv begleitet. Vielmehr hätten Crewmitglieder der gebuchten Schiffe den Wal abgesetzt. Was mit dem zwölf Meter langen, stark geschwächten Buckelwal konkret gemacht wurde, um ihn von Bord zu bekommen, und wie schwer er womöglich verletzt war, blieb zunächst unklar.