Großbritannien stoppt Studienvisa für vier Länder

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04.03.2026 07.45Online seit heute, 7.45 UhrGroßbritannien stoppt die Vergabe von Studienvisa für Menschen aus Afghanistan, Kamerun, Myanmar und dem Sudan. An Afghaninnen und Afghanen sollen zudem keine Arbeitsvisa mehr vergeben werden.Mit den Maßnahmen will die Labour-Regierung den starken Anstieg von Asylanträgen eindämmen. Mehr und mehr Menschen reisten mit regulären Visa ein und beantragten dann Asyl, teilte das Innenministerium gestern mit.Regierung: Unterbringung kostet vier Mrd. jährlichInnenministerin Shabana Mahmood sagte, Großbritannien werde Menschen auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung immer Zuflucht gewähren. „Aber unser Visasystem darf nicht missbraucht werden.“Derzeit würden fast 16.000 Staatsangehörige aus Afghanistan, Kamerun, Myanmar und dem Sudan auf Staatskosten unterstützt, darunter mehr als 6.000 in Hotels, hieß es seitens der Regierung. Das erhöhe den Kostendruck für Asylunterkünfte, der sich auf vier Milliarden Pfund (rund 4,6 Mrd. Euro) pro Jahr belaufe.Weitere Verschärfungen angekündigtZuvor hatte die britische Regierung bereits weitere Verschärfungen angekündigt. So soll der Flüchtlingsstatus nur noch vorübergehend gewährt und die Abschiebung von irregulär eingereisten Personen beschleunigt werden.Die Einwanderungspolitik bleibt eines der politisch sensibelsten Themen in Großbritannien. Die unter Druck stehende Labour-Regierung von Premierminister Keir Starmer will mit den Maßnahmen Boden gutmachen auf die rechtspopulistische Partei Reform UK, die in Umfragen derzeit deutlich auf Platz eins liegt.