Bundesdigitalminister Karsten Wildberger hat seine Pläne für digitale Verwaltungsangebote weiter erläutert. Nachdem er bereits eine bundesweite Bürger-App angekündigt hatte, hat das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung nun den vollständigen Text seiner Rede vom sogenannten GovTech-Gipfel veröffentlicht.Digitalminister Dr. Karsten Wildberger | Bild: BMDS/WoitheAb Januar 2027 einsatzbereitIm Mittelpunkt steht weiterhin eine digitale Identität auf dem Smartphone. Grundlage dafür soll die sogenannte EUDI-Wallet sein. In dieser digitalen Brieftasche können Bürger künftig wichtige Dokumente wie Personalausweis oder Führerschein speichern und sich online ausweisen. Laut Ministerium soll die Wallet ab Januar 2027 einsatzbereit sein.EUDI-Wallet: Digitaler Personalausweis auf dem iPhone rückt näherAuf Basis dieser digitalen Identität sollen zahlreiche Anwendungen entstehen. Als Beispiele nennt Wildberger den Abschluss von Mobilfunkverträgen oder Altersnachweise beim Einkauf. Auch klassische Verwaltungsleistungen könnten darüber abgewickelt werden. Perspektivisch könnten Nutzer sich mit der Wallet authentifizieren, ohne zusätzliche TAN-Verfahren oder separate Identifikationsschritte durchführen zu müssen.Verwaltungs-Apps auf gemeinsamer InfrastrukturDie Bürger-App ist Teil eines größeren technischen Rahmens, den das Ministerium als „Tech-Stack“ beschreibt. Dabei handelt es sich um eine mehrschichtige digitale Infrastruktur für staatliche Anwendungen. Sie soll aus gemeinsamen technischen Standards, Cloud-Infrastruktur und darauf aufbauenden Anwendungen bestehen.Der digitale Fahrzeugschein: Aktuell noch mit eigener AppAuf dieser Basis sollen künftig auch mobile Verwaltungsangebote entstehen. Beispiele, die Wildberger nennt, sind digitale Anträge für BAföG, Kindergeld oder Fahrzeugzulassungen über iKFZ. Ziel ist es, dass Bund, Länder und Kommunen dieselben technischen Grundlagen nutzen können, damit Dienste einfacher entwickelt und mehrfach eingesetzt werden.Parallel arbeitet die Bundesregierung daran, interne Verwaltungsprozesse stärker zu automatisieren. Mehrere Genehmigungsverfahren werden derzeit mit Hilfe von künstlicher Intelligenz digitalisiert. Nach Angaben des Ministers konnten erste Pilotprojekte den Arbeitsaufwand in einzelnen Verfahren deutlich reduzieren.Neben technischen Fragen betont Wildberger auch die strategische Bedeutung digitaler Infrastruktur. Europa müsse stärker an der Entwicklung zentraler Technologien beteiligt sein, etwa bei Cloud-Diensten oder Künstlicher Intelligenz.The post Ab Januar 2027: Digitalminister konkretisiert Pläne für staatliche Apps first appeared on iphone-ticker.de.