04.03.2026 10.04Online seit heute, 10.04 UhrDie Naturschutzorganisation WWF hat heute in einer Aussendung Kritik an den Wolfabschüssen im Vorjahr geübt. Nachdem 25 Wölfe auf Basis einer Verordnung oder durch Wildtierkriminalität getötet wurden, verschwand rund ein Viertel der in Österreich bekannten Population von 102 Exemplaren.Zudem wies der WWF darauf hin, dass hierzulande seit 2022 fünfmal mehr Tiere als in Deutschland geschossen wurden, und das obwohl die Zahl der Rudel dort 24-mal so hoch sei.57 Abschüsse seit 2022219 Rudel gebe es in Deutschland, nur neun Wolfsfamilien sind laut der NGO in Österreich nachgewiesen. In Deutschland wurden seit dem Jahr 2022 laut WWF insgesamt zwölf Wölfe im Rahmen von „Managementmaßnahmen“ getötet.In Österreich waren es im selben Zeitraum 57 behördlich genehmigte Tötungen, also fast fünfmal so viele (jeweils ohne Fälle von Wildtierkriminalität).„In Deutschland werden höchstens einzelne Tiere entnommen, während hierzulande ein erheblicher Teil des Bestandes getötet wird. Das ist aus Artenschutzsicht eine fatale Entwicklung, die gestoppt werden muss“, sagte Christian Pichler vom WWF.Meiste Wolfstötungen in KärntenIn der Detailauswertung 2025 gab es 22 Abschüsse auf Basis von Verordnungen, die laut einer WWF-Analyse allesamt dem EU-Recht widersprechen. Dazu kommen noch drei dokumentierte illegale Tötungen.Im Bundesländervergleich liegt Kärnten mit 13 Wolfstötungen im Vorjahr an der Spitze, gefolgt von Tirol (sieben), Niederösterreich (drei), Salzburg und Oberösterreich (je ein Tier).