Deutscher Geheimdienst: Russland schönt Kriegskosten

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04.03.2026 10.08Online seit heute, 10.08 UhrDie Lage der russischen Wirtschaft und des Staatshaushalts ist nach Ansicht des deutschen Bundesnachrichtendienstes (BND) schlechter als offiziell dargestellt. „Russland versucht, durch geschönte Zahlen die wahren Kosten seines Angriffskrieges gegen die Ukraine zu verschleiern“, schrieb der Nachrichtendienst heute auf der Plattform LinkedIn.„Das echte Defizit des föderalen Haushalts 2025 liegt über 2,36 Billionen Rubel (26,18 Mrd. Euro) höher als offiziell ausgewiesen.“ Der BND beruft sich auf nachrichtendienstliche Erkenntnisse. Die Angaben sind von unabhängiger Seite nicht überprüfbar.Im fünften Jahr des Krieges gegen die Ukraine wiesen nahezu alle Sektoren der russischen Volkswirtschaft eine Negativentwicklung auf, hieß es weiter. Neben deutlich niedrigeren Öl- und Gaseinnahmen aufgrund der seit 2022 stark gesunkenen Weltmarktpreise liege das auch an den westlichen Sanktionen. Die Kosten für den Krieg würden von der russischen Führung billigend in Kauf genommen und noch über Jahre nachwirken.Weitere Sanktionen und deren Umsetzung könnten nach Ansicht des Nachrichtendienstes den Druck auf Russland erhöhen und den Preis für den Angriff auf die Ukraine für Russland nach oben treiben. Der BND nennt als mögliche Maßnahmen etwa Sanktionen gegen Unterstützer Russlands in Drittstaaten oder gegen die „Schattenflotte“, die russisches Öl transportiert.