05.03.2026 11.25Online seit heute, 11.25 UhrDie Grünen haben anlässlich des nahenden Frauentages die Regierung scharf kritisiert. Die Frauenpolitik der Dreierkoalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS sei von „Rückschritten“ gekennzeichnet, kritisierte Grünen-Chefin Leonore Gewessler bei einer Pressekonferenz heute, kürze die Regierung doch bei Kinderbetreuung, Pflege und der Unterstützung für Alleinerziehende.Einzig bei Superreichen werde nicht gespart; sie forderte auch in diesem Zusammenhang eine Erbschaftssteuer. Der Frauentag sei „kein Blumenstraußtag“, der schnell wieder abgehakt werden könne. Denn so wie jetzt könne es nicht weitergehen, sagte die Grünen-Chefin.Auch die grüne Frauensprecherin Meri Disoski ließ kein gutes Haar an der Dreierkoalition: Der Frauentag sei gewissermaßen ein „Lackmustest“ für die Regierungsarbeit, und dieser falle ganz und gar nicht gut aus: „Es geht den Frauen nicht besser.“Als Beispiel führte Disoski den Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen an. Dieser enthalte „keinen einzigen zusätzlichen Cent“. Aber wie soll Gewaltschutz ohne langfristige Finanzierung funktionieren, kritisierte sie: „Symbolpolitik schützt keine einzige Frau vor Gewalt.“Dass Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) im Zusammenhang mit dem zu erstellenden Doppelbudget bereits davon gesprochen habe, dass es zumindest keine Kürzungen geben soll, goutiert die grüne Frauensprecherin nicht: „Ist das der neue frauenpolitische Anspruch?“