05.03.2026 14.32Online seit heute, 14.32 UhrDer asiatische Billigmodehändler Shein bietet auf seiner Plattform nach Recherchen von Greenpeace weiterhin Kleidung an, die mit gefährlichen Chemikalien belastet ist.Eine Untersuchung des Bremer Umweltinstituts im Jänner habe ergeben, dass viele der auf der Onlineplattform angebotenen Kleidungsstücke nach wie vor die Grenzwerte der europäische Chemikalienverordnung überschritten, erklärte die Umweltschutzorganisation heute.Greenpeace hatte den Angaben nach bereits im November eine Reihe von mit gefährlichen Chemikalien belasteten Produkten von Shein gefunden. Das Unternehmen habe daraufhin angekündigt, die betroffenen Artikel vom Markt zu nehmen.Im Jänner seien dann identische oder sehr ähnliche Produkte untersucht worden – mit sehr ähnlichen Ergebnissen, erklärte Greenpeace. Tatsächlich habe Shein lediglich beanstandete Produktnummern entfernt.„Shein hat einzelne verbotene Produkte aus ihrem Shop entfernt, aber kurz darauf landen sie wieder im digitalen Warenkorb. Das ist kein Versehen, das hat System“, kritisierte Madeleine Drescher, Konsumexpertin bei Greenpeace in Österreich, den Onlinehändler. Überschreitungen gab es in 18 Fällen auch bei hormonschädlichen Weichmachern, Phthalaten, und in drei weiteren bei den Schwermetallen Cadmium und Blei.Gesundheits- und Konsumentenschutzstaatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) reagierte auf den Greenpeace-„Nachtest“. Sie setze sich für ein gemeinsames Vorgehen auf EU-Ebene ein, denn „mit Einzelkontrollen kommt man einem solchen System nicht bei“, hieß es in einem Statement.Man stimme sich deshalb eng mit den europäischen Partnern ab. Wer in Europa Geschäfte mache und Milliarden verdiene, müsse auch Verantwortung für die dort verkauften Produkte übernehmen, „dafür brauchen wir endlich echte Plattformhaftung“. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.