Elektroindustrie-KV: Erste Verhandlungsrunde ohne Ergebnis

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05.03.2026 16.35Online seit heute, 16.35 UhrDie erste Runde der Kollektivvertragsverhandlungen 2026 für die 60.000 Beschäftigten der Elektro- und Elektronikindustrie ist heute Nachmittag nach rund dreieinhalb Stunden ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Am 9. April wird weiter gefeilscht. Eine konkrete Lohn- und Gehaltsforderung wurde von den Gewerkschaften PRO-GE und GPA noch nicht auf den Tisch gelegt.Die Arbeitgeberseite, der Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI), verwies „auf die seit Jahren herausfordernde wirtschaftliche Lage“. Von Juli 2023 bis Oktober 2025 seien bereits über 2.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abgebaut worden.„Aktuelle geopolitische Entwicklungen sorgen zusätzlich für Unsicherheiten“, hieß es vom FEEI. Verbunden wurde das nach den heutigen Gesprächen in Wien mit der Forderung nach einem „moderaten Abschluss“.Arbeitnehmerseite argumentiert mit TeuerungskriseDie Arbeitnehmervertreter meinten hingegen nach der KV-Runde: „Die Industriekonjunktur hellt sich auf, gerade in der innovativen Elektro- und Elektronikindustrie gibt es sehr erfreuliche Ergebnisse.“ Gleichzeitig würden die Folgen der Teuerungskrise die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nach wie vor belasten.Die Verhandlungsleiter der Gewerkschaften, Reinhold Binder (PRO-GE) und Eva Scherz (GPA), betonten daher, Lohn- und Gehaltserhöhungen würden heuer „im Fokus stehen“. „Es geht vor allem ums Geld“, meinten sie.IT-Branche nach sechs Runden noch ohne AbschlussIn den nächsten Wochen beginnt dann das Feilschen um den KV 2026 in der chemischen Industrie sowie der Glas-, Papier- und Textilindustrie.Während in der Elektroindustrie heute der Startschuss für die KV-Verhandlungen fiel, wird in anderen Bereichen bereits eifrig am Kollektivvertrag für 2026 verhandelt. So brachte diese Woche die zweite KV-Runde für die Speditions- und Lagerarbeiter kein Ergebnis. Sehr zäh läuft es in der IT-Branche, wo es bisher sechs ergebnislose Runden gab.Und es knirscht auch kräftig beim Gastronomie-KV. Hier sollten eigentlich schon die Verhandlungen laufen, allerdings hatte harsche Kritik der Gewerkschaft vida im Vorfeld die Arbeitgeber derart erzürnt, dass es noch kein Zusammenkommen gab.