Chancenbonus für 244 Volks- und 156 Mittelschulen

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16.03.2026 15.51Online seit heute, 15.51 UhrÜber den Chancenbonus sollen 400 Brennpunktschulen ab Herbst mehr Unterstützung bekommen, das Gros der zusätzlichen 800 Planstellen geht an Wien.Dort gibt es die mit Abstand meisten Volks- und Mittelschulen, an denen besonders viele Kinder ungünstige Lernvoraussetzungen mitbringen, wie aus heute veröffentlichten Zahlen hervorgeht.Konkret sollen mit dem Chancenbonus ab dem nächsten Schuljahr 244 Volksschulen und 156 Mittelschulen zusätzliches Personal bekommen, um am Standort die Lernmotivation, das schulische Wohlbefinden und den Lernerfolg zu verbessern. Insgesamt sind dafür pro Jahr 65 Millionen Euro zusätzlich budgetiert.Sozioökonomische Ausgangslage als BasisVergeben werden die Mittel auf Basis der mit Daten der Statistik Austria erstellten sozioökonomischen Ausgangslage (SÖL), berücksichtigt werden dabei neben Migrationshintergrund und Alltagssprache der Kinder auch Bildungsstand, Erwerbsstatus und Einkommen der Eltern.Der Chancenbonus geht an Schulen der beiden untersten SÖL-Kategorien, wo besonders viele Kinder Migrationshintergrund und Eltern mit geringer Bildung und wenig Geld haben.Wie viel Unterstützung ein Standort bekommt, hängt von Schulart und Zahl der Kinder ab. Über die Qualität der Schule oder die Leistungen der Kinder sage der SÖL per se nichts aus, wie das Ministerium betont. Dass die Veröffentlichung der Standortliste zu einer Stigmatisierung der 400 Chancenbonus-Schulen führen und bildungsnahe Familien abschrecken könnte, befürchtet BildungsministerChristoph Wiederkehr (NEOS) nicht.Ungleiche VerteilungÜber Österreich hinweg sind die Schulen mit besonders schwierigen Ausgangsbedingungen extrem ungleich verteilt: Während in Wien 58 Prozent der Volksschulen in die SÖL-Kategorien eins und zwei fallen, sind es im Bundesschnitt nur 13.Dementsprechend gibt es in Wien mit 228 die meisten Volks- und Mittelschulen im Chancenbonus-Programm. Auch abseits von Wien konzentrieren sich die Chancenbonus-Schulen erwartungsgemäß auf die Ballungsräume, nach Bundesländern gibt es in Oberösterreich und der Steiermark vergleichsweise viele Standorte in den SÖL-Kategorien eins und zwei. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.